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InForm N° 29 / März 2019

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Basketball
Attacke – Steeples auf dem Vormarsch.
"Die Jungs haben einen super Teamgeist"
 
Junge Spieler sollen in der ProA in Ehingen auf dem Feld stehen. Dafür wird seit 20 Jahren in Urspring unter dem Dach des TEAM EHINGEN URSPRING in Deutschland einzigartige Jugendarbeit geleistet. Die Nachwuchs Basketball Bundesliga (NBBL) und Jugend Basketball Bundesliga (JBBL) starten unter ihren beiden Headcoaches Oliver Heptner und Krists Plendiskis motiviert in die neue Saison.

Die neue Gruppeneinteilung beschert der JBBL um Trainer Oli Heptner schwere Gegner in der Hauptrunde. Mit den Teams der Bundesligisten Crailsheim, Ludwigsburg und Ulm, sowie Freiburg, Tübingen und Karlsruhe warten namhafte Gegner auf die U16. Acht neue Spieler kamen im Sommer dazu, die es zu integrieren gilt. In diesem Alter muss das Team auf und neben dem Parkett harmonieren. „Die Jungs haben einen super Teamgeist, denn sie wissen es geht nur zusammen", erklärt Oliver Heptner. Wie die ProA-Mannschaft will die JBBL schnell spielen und aus einer aggressiven Verteidigung heraus zu schnellen Punkten kommen. „Wenn die Jungs sehen, dass in der ProA der gleiche Stil gespielt wird, dann ist es leichter sich damit zu identifizieren", sagt Heptner.

Trotz einer großgewachsenen Mannschaft, sind die Jungs alle sehr schnell - was enorm hilft. Die Punkteverteilung soll auf viele Schultern verteilt werden, denn das Team bietet nicht nur gute Werfer, sondern auch athletische Spieler. Mit Spielmacher Maxi Langenfeld verfügt man über einen schnellen Aufbauspieler, der seine Mitspieler in Szene setzen soll. Center Daniel Helterhoff besticht durch seine Vielseitigkeit und ist ein sehr intelligenter Spieler für sein Alter.

Unsere NBBL-Mannschaft von Trainer Krists Plendiskis besteht aus demselben Team wie im vergangenen Jahr. Es kamen gut ausgebildete Spieler aus der eigenen JBBL hinzu. In der Hauptrundengruppe 4 bei der Ulm, Bayern München und Ludwigsburg favorisiert sind „wird es mindestens ein genauso schweres Jahr wie letzte Saison", blickt Plendiskis voraus.

Die NBBL will den Gegner ebenfalls mit Tempo attackieren. „Das haben wir als Konzept für alle Urspringer Teams und ist wichtig, eine gemeinsame Spielphilopsophie zu prägen", erklärt der NBBL-Coach, der gleichzeitig als Co-Trainer in der ProA agiert. Einige junge Spieler aus seiner Mannschaft sind für den Bundesliga-Kader mit Einsatzminuten eingeplant und haben dort die Saisonvorbereitung absolviert. In der NBBL sollen sie umso größere Rollen einnehmen. Für Kevin Strangmeyer und Matthias Groh ist es essentiell, Erfahrungen gegen physisch starke Zweitliga-Spieler zu sammeln. Dazu kommen Franky Aunitz, Lucas Loth und Dejan Puuhali auf den Guard-Positionen.

„Mir ist es wichtig, dass meine Mannschaft gut verteidigt und dann können wir auch unser Spiel umsetzen", meint Krists Plendiskis, der sich optimistisch zeigt, das mit seinen Spielern zu schaffen.

Text: Johannes Hübner
Foto: Emmenlauer

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Goldenes Abitur
Die 68er kehren zurück.
Zum goldenen Abitur 1968 erschienen sieben Ehemalige und verbrachten zur 50-jährigen Abitursfeier bei herrlichem Sonnenschein, einen wunderbaren Tag in Urspring. Viele alte Geschichten machten die Runde, im Klostergarten bei herrlichem Wetter, Kaffee und Kuchen. Ehe sich die Runde mit einigen aufgefrischten Erinnerungen und vielen Informationen zur Erneuerung IV wieder auf den Weg machten.

Text und Foto: Kai Dehning

Wenn Sie Ihr 10-jähriges, 20-jähriges, oder ..., 50-jähriges Abitur in Urspring feiern wollen, wenden Sie sich bitte an: dehning@urspringschule.de

(v.l.n.r Dr. Götz Frick, Walter Gottschick, Dr. Albert Röhm, Dr. Thomas Kühl, Dr. Martin Wenke, Ulrike Paulus (geb. Conle), Dr. Eberhardt Regel)

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Menschenrechtspreis
Schülergericht erhält Würdigung.
Schülergericht überzeugt
Urspringer Projekt belegt 3. Platz beim 1. Ulmer Menschenrechtspreis

Im vergangenen Schuljahr rief die Firma Hermann Bantleon GmbH in Zusammenarbeit mit der Stiftung Menschenrechtsbildung aus gegebenem Anlass – die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wird diese Tage 70 Jahre alt – einen Schülerwettbewerb ins Leben: den 1. Ulmer Menschenrechtspreis.


Ziel des Wettbewerbs war die Beschäftigung mit dem Thema Menschenrechte; teilnehmen konnten Schulen aus der Region Ulm – was insgesamt sieben Schulen taten. So auch die Urspringschule, die sich der Wettbewerbsaufgabe mit der Adaption des Konzeptes eines Schülergerichts annäherte.


Grundlegende Überlegungen wurden im Gemeinschaftskundekurs von Schulleiter Dr. Rainer Wetzler angestellt und in der Projektwoche am Ende des vergangenen Schuljahres in Zusammenarbeit mit Internatsleiter Daniel Leichtner und einem engagierten Team interessierter Schülerinnen und Schüler vertieft. Hieraus entstand der eingereichte Wettbewerbsbeitrag, den die Jury nun mit einem soliden 3. Platz ausgezeichnet hat.
Die Preisverleihung, zu der eine kleine Abordnung des Urspringer Projektteams angereist war, fand am Donnerstag, 08. November 2018, im Bantleon-Forum in Ulm statt. Im Rahmen der feierlichen Zeremonie, umrahmt von Reden unter anderem der Schirmherrin des Wettbewerbs, Nina zu Fürstenberg, Bantleon-Geschäftsführer Heribert Großmann und Stefan Drößler, Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung Menschenrechtsbildung, wurden die Wettbewerbsbeiträge aller beteiligten Schulen vorgestellt und prämiert.


Den 1. Platz sicherte sich die Gebhardt-Müller-Schule Biberach mit ihrem Beitrag „Schule macht Schule in Indien", auf Platz 2 gereichte es der Bühl-Realschule Dornstadt mit der Produktion von Kurzfilmen zum Thema „Asyl als Menschenrecht?" und den 3. Platz – und somit 1000,-€ Preisgeld – sicherte sich die Urspringschule mit dem demokratiefördernden Projekt eines Schülergerichts.


Der Wettbewerb mag nun fürs Erste vorüber sein, die Vision Schülergericht lebt weiter und soll noch in diesem Schuljahr an der Urspringschule Realität werden.


Text: Oliver Jung
Fotos: Gerhard Gaule

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Methodenwoche
Rüstzeug für den schulischen Alltag oder Lernen lernen leicht gemacht.
Methodenwoche 10.09 – 14.09.2018

Seit September 2015 starten wir in Urspring in das neue Schuljahr mit einer sogenannten Methodenwoche.
Wir haben uns im Rahmen der pädagogischen Schulentwicklung für dieses schulische Projekt entschieden, um bei den Schülerinnen und Schülern erstens ein soziales Fundament für das neue Schuljahr zu bewirken (ankommen in der Klasse, neue Mitschüler kennenlernen) und zweitens ihnen ein methodisches Kompendium mit auf dem Weg zu geben, welches sie fächerübergreifend anwenden können. Die Methodenwoche ist in dieser Zeit neben den Projektwochen zu einem charakteristischen Kennzeichen unseres pädagogischen Leitbildes in Urspring geworden.

In den Klassen 3 – 9 steht der soziale Gedanke mit den Begriffen Klassen- oder Teamfindung sowie soziale Kommunikation im Vordergrund, in der Klasse 10 ist die Vorbereitung auf das Berufsleben der zentrale Unterrichtsgegenstand und in dem neuen Aufbaugymnasium sowie in den Jg. 1 und 2 der Oberstufe befindet sich die Methodik im Vordergrund des Geschehens.

Als Beispiel der sozialen Kommunikation kann hier das „Grüne Klassenzimmer" angesprochen werden. Die Klasse 8 fährt in der ersten Schulwoche gemeinsam auf einen Zeltplatz in der Nähe von Münsingen und lernt vor Ort mit einfachen Mitteln z.B. Feuer zu machen, Zelte aufzubauen, mit schlechter Witterung umzugehen, um dabei u.a. zu lernen, dass diese Aufgaben nur im Team bewältigt werden können und wie kognitives Wissen in der Praxis umgesetzt werden kann.

Für das Beispiel der Steigerung der Methodenkompetenz kann die Jg. 1 angeführt werden. Da im Abitur und auch im späteren Berufsleben die methodischen Kompetenzen, immer mehr an Bedeutung gewinnen (wie z.B. Präsentationen, Arbeiten im Team, graphische Darstellungen von Sachverhalten, Recherche) und diese interdisziplinär angewendet werden müssen, haben wir uns hier für diesen Schwerpunkt entschieden. Dafür wurde ein Methodenkompendium entwickelt, welches die Schüler im laufenden Schuljahr immer bei sich führen und ihnen das methodische Handwerkszeug für alle Fächer vermittelt. In der Methodenwoche wird dieses von einem Lehrerteam, das aus unterschiedlichen Fachrichtungen kommt, erläutert und an praktischen Beispielen zur Anwendung gebracht.

Bei der Schülerevaluation im Anschluss an die Methodenwoche ist ein hoher Zuspruch aus der Schülerschaft an uns zurückgemeldet worden. Sie waren mehrheitlich der Meinung, dass dadurch z.B. der Zusammenhalt der Klasse besser geworden ist, die Aktivitäten innerhalb dieser Woche sinnvoll waren, das Programm abwechslungsreich war und sie inhaltlich etwas gelernt haben. Gerade die jetzige Jg. 2 hat uns zurückgemeldet, dass sie dieses methodische Basiswissen als sinnvoll erachtet und sie innerhalb des Schuljahres dieses gerne noch mehr in allen Fächern praktisch anwenden möchte.
Bedingt durch diese Rückmeldungen ist die Methodenwoche zu einem festen sowie integrativen Bestandteil unserer Schulagenda geworden.

Trotz dieser positiven Feedbacks ist das inhaltliche sowie organisatorische Vorgehen innerhalb dieser Woche durch neue Anregungen änderbar und steht immer wieder in der pädagogischen Diskussion im Rahmen von KultUrspring und unseres pädagogischen Leitbildes.

Im Zusammenhang mit dem neu entstanden KultUrspring und dem darin formulierten Gemeindebegriff fand zum Ende unserer diesjährigen Methodenwoche ein von der Grundschule sowie den Klassen 6 und 10 vorbereitetes Gemeindefest statt, welches die erste Woche nach den Ferien zu einem sehr guten Abschluss gebracht hat.

Text: Martin Witzel, Pädagogischer Leiter
Fotos: Bernhard Hüttenrauch

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Talent im Land
Stipendiat aus Syrien fasst Fuß.
Stipendium „Talent im Land" geht nach Urspring

Ahmed Al Toama überzeugt Jury

Sommer 2015, der Höhepunkt der Wanderungsbewegung vieler Flüchtlinge aus Afrika und dem Nahen Osten nach Europa, von der Presse als „Flüchtlingssommer" gelabelt, von rechten Gruppierungen als das Ende des christlichen Abendlandes verschrien und von Kanzlerin Angela Merkel als humanitäre Herausforderung gesehen, der sich Deutschland stellen muss. In der Zeit des kontrovers diskutierten Ausspruchs „Wir schaffen das!" machte sich auch die Urspringschule Gedanken, wie man seinen Beitrag zur Minderung des Leidensdrucks von Flüchtlingen leisten könnte.

Diese Überlegungen mündeten schließlich in der Aufnahme des syrischen Flüchtlings Ahmed Al Toama als Schüler an der Urspringschule, wo er aktuell die Jahrgangsstufe 1 besucht.
Möglich wurde dies durch ein großzügiges Stipendium der Geschwister Gaß-Stiftung, vertreten durch Herrn Konrad Gaß, und das unermüdliche Engagement seiner Betreuerin Ursula Duppel-Breth.

Ahmed, der definitiv eine Bereicherung für die Urspringgemeinde ist, wurde nun in das Stipendienprogramm Talent im Land der Baden-Württemberg Stiftung und der Robert Bosch Stiftung aufgenommen. Talent im Land fördert begabte junge Menschen, die auf ihrem Weg zum Abitur Hürden zu überwinden haben.

Der Entscheidung zur Aufnahme als Stipendiat in das Programm ging im Rahmen des Bewerbungsprozesses ein persönliches Gespräch mit der unabhängigen Jury voraus, welche Ahmed von sich überzeugen konnte.

Die insgesamt 51 neuen Stipendiaten trafen sich am 14.11.18 in Stuttgart zur feierlichen Aufnahme in das Förderprogramm. Vonseiten Ursprings begleitete Schulleiter Dr. Rainer Wetzler Ahmed zur Urkundenübergabe im Neuen Schloss in Stuttgart.
Wir freuen uns mit Ahmed über diesen Erfolg und werden ihn weiter auf seinem Weg begleiten. So heißt es schließlich nicht umsonst: Urspring macht Schule. Und mehr!

Text: Oliver Jung, Fotos: Ursula Duppel-Breth
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Exkursion
Von Bienen und Blümchen
Exkursion zu den Bienen

Am 6. Mai führte die Klasse 6 im Rahmen der Unterrichtseinheit „Insekten" eine Exkursion nach Hausen zum Bienenstock von Frau Dr. Renate Wark durch.
Nach dem Frühstück marschierten die Schüler mit ihrer Biologielehrerin Sabine Lächler bei strahlendem Sonnenschein nach Hausen, um sich in die Welt der Bienen zu begeben. Nach einem abenteuerlichen Anstieg durch den Wald und einer Wanderung über die Wiesen der Alb, wurde die Klasse schon von Frau Dr. Wark und ungefähr einer halben Million Bienen empfangen.

Es folgte ein interessanter und anschaulicher Vortrag über das Leben der Bienen, die Entstehung des Honigs und der Gefährdung dieser Art durch den Menschen.
Neben der Gewinnung von Blütenhonig aus dem Nektar der zahlreichen beheimateten Blütenpfanzen war es besonders spannend zu erfahren, dass auch aus Honigtau Honig hergestellt wird.

Dabei wird der Siebröhrensaft von Laub- oder Nadelbäumen ausgeschieden und von Blattläusen, Blattflöhen oder anderen Insekten aufgenommen. Den größten Teil dieses Honigtaus scheiden die Insekten wieder aus. Die Bienen sammeln dieses Ausscheidungsprodukt ein und erzeugen daraus ihren Honig. Dieser Honig wird als Waldhonig bezeichnet und hat einen besonders hohen Gehalt an Mineralstoffen und Enzymen. Er bleibt meistens flüssig und hat eine dunkle Färbung, wie Frau Dr. Wark erläuterte.

Gespannt lauschten die Schüler den Worten und bei der anschließenden Verkostung des köstlichen Honigs waren alle dabei, auch wenn so mancher doch das Gesicht verzog, als er von der Herstellungsart erfuhr, gleichzeitig staunend, was für eine langwierige und schwierige Arbeit es doch für den Imker ist, guten Honig zu erzeugen.
Viele Fragen wurden gestellt und die fleissigen Bienen wurden aufmerksam bei der Arbeit beobachtet.

Abschließend wurde noch vor dem Bienenstock gegrillt, bevor gut gestärkt und mit vielen Erfahrungen und neuem Wissen der Rückmarsch angetreten wurde.

Text: Sabine Lächler

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Erasmus
No Plan(at) B.
Neues Erasmus+ Projekt gestartet

Bereits im März 2018 hatte die Urspringschule gemeinsam mit ihren Partnerschulen aus Waregem (Belgien), Thornhill (Schottland), Budapest (Ungarn) und Tartu (Estland) einen neuen Antrag für ein Erasmus+ Projekt eingereicht. Nach längerer Wartezeit kam Ende Juli die Nachricht, dass unser Projekt mit dem Titel „There is no Planet B" genehmigt und gefördert wird. Nun haben wir zwei Jahre Zeit unsere Pläne in die Tat umzusetzen.
Der Fokus unseres Projekts wird auf nachhaltigem Verhalten und der Bekämpfung des Klimawandels sein. Dazu wollen wir gemeinsam mit den Schülern aller beteiligten Schulen konkrete Maßnahmen innerhalb der Schulgemeinden erarbeiten und dann auch in die Realität umsetzen.

Ende September trafen dann die Koordinatoren aus den Partnerschulen in Urspring ein, um die Austauschbesuche im Detail vorzubereiten. Neben der Arbeit am runden Tisch fanden auch verschiedene Exkursionen statt, bei denen wir mit den Kollegen Orte besuchten, die auch als Ziel für die Exkursionen der Schülergruppen geplant sind.

So informierten wir uns über das Biosphärengebiet Schwäbische Alb, besuchten die Wimsener Höhle und das Lagerhaus an der Lauter in Dapfen mit einer Führung in der Chocolaterie und der Seifenmanufaktur, auch ein Besuch auf einem Biobauernhof mit Direktvermarktung durfte da natürlich nicht fehlen.

Begleitet wurden wir dabei noch von zwei Kollegen aus einer portugiesischen Schule, die im Rahmen einer Lehrerfortbildung für eine Woche in Urspring zur Hospitation waren.
In der ersten Dezemberwoche erhalten wir Besuch von Schülerinnen und Schülern aus Schottland und Ungarn.
Erasmus Termine:

Urspring nach Waregem (Belgien) 9.3.19 - 15.3.19
Urspring nach Tartu (Estland) 13.5.19 - 17.5.19
Urspring nach Thornhill (Schottland) 2.6.19 - 7.6.19

Besuch aus Waregem in Urspring 13.5.19 - 17.5.19

Für Budapest und Tartu können sich noch Schülerinnen und Schüler ab Klasse 10 melden. Schottland ist ausgebucht. Der Besuch in Ungarn findet im Oktober 2019 statt.


Mehr unter: www.urspring4erasmus.eu


Text: Inge Banholzer
Fotos: von der Website

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Sommerfest 2018
Von höchsten Höhen und dem harten Boden des Laufstegs.
Urspring feiert Sommerfest

Stratosphärenballon und Werkpräsentation

Traditionell feiert Urspring alle zwei Jahre ein großes zweitägiges Sommerfest.
In diesem Jahr zeigte Urspring wieder seine bunte Vielfalt: von höchsten Höhen bis zum harten Boden des Laufstegs für die Ausbildungswerkstätten – und dazwischen viel Raum für Begegnungen und weitere Attraktionen.

Zur Eröffnung des Sommerfestes ließen Schülerinnen und Schüler einen Wetter-Ballon mit Box, in der GPS, Kameras, Temperaturmesser und Höhenmesser integriert waren in die Stratosphäre fliegen. Der mit Helium gefüllte Ballon stieg trotz des suboptimalen Wetters rasch auf. Durch den abnehmenden Sauerstoff in der Höhe breitete sich der Stratosphären-Ballon aus, so dass er in 30.000 m Höhe platzte und an einem Fallschirm über Weilheim/Teck in einem Maisfeld verschwand. Dank des GPS-Senders konnte der ungefähre Bergungsort lokalisiert werden. Erste Suchen am Samstag waren erfolglos, so dass am Sonntag erneut ein Trupp losfuhr um die Box zu bergen. Mittels einer Drohne konnte die Box leider auch nicht genau genug lokalisiert werde, so dass die Such erfolglos blieb.

Ein weiteres, wenn nicht das Highlight schlechthin, war eine Premiere – nämlich die Werkschau. Simone Krauß, Manuel Stöckle, Klaus Dursch und Josef Ahr stellten sich eine Herausforderung und arbeiteten intensiv mit ihren Auszubildenden, um sich gemeinsam präsentieren zu können. Alle Ausbildungswerkstätten brachten ihr Handwerk auf dem Laufsteg und zeigten an beiden Festtagen die Arbeit der letzten beiden Jahre. Die Schreiner-Azubis eröffneten die phantastische Show, in der abwechselnd Mode und Werkstücke professionell präsentiert wurden. Ins rechte Licht gesetzt wurde die Show auch dieses Mal vom Alturspinger Arndt, der Yannick – einen professionellen Licht- und Tontechniker – für diese Show gewinnen konnte.

Die Feuerwehr zeigte unter der Leitung von Bernhard Hüttenrauch ihr Können bei einer kleinen Übung, dem Abbrennen einer Fettexplosion. Mut und Können konnte man beim Bullriding oder bei der Seilrutsche über den Urspring-Topf beweisen. Wer eher Ruhe suchte konnte diese bei der Chill-Oase oder bei einem Bummel durchs Kräuter-Lädle finden.

Action dagegen gab es in der Sporthalle bei den Basketballern oder der Mitmachkunstaktion im Klostergarten. Dort war auch der Forellengrill zu finden – eines der kulinarischen Schmankerl, neben einem Ochsen vom Grill, der am Sonntag verspeist werden konnte oder dem Elterncafé l oder dem Elterncafé, welches zum gemütlichen Plausch einlud. Abends konnte im „Saustall" gefeiert oder in der AUB-Weinstube weiter in Erinnerungen geschwelgt oder Zukunftspläne geschmiedet werden.

Der Sonntag begann mit einem Festgottesdienst mit Pfarrer Siegfried Fischer, bei dem er hervorhob, wie wichtig Jede und Jeder einzelne in der Gesamtheit der Urspringgemeinde ist.


Es folgte eine Ansprache von Herrn Dieter de Lazzer, Mitglied des Stiftungsrates, zum 70-jährigen Jubiläum des Alturspingbundes. Er hob die Bedeutung der Gemeinschaft hervor und betonte, dass die Verbundenheit mit der Schule für Urspinger immer etwas Besonderes ist – „Man macht es wegen der Leute".


Spiel, Spaß und Ausprobieren kam auch am Sonntag nicht zu kurz: Der Schelklinger Brauchtumsverein bot für Groß und Klein die Möglichkeit sich im Bogenschießen oder „Holz-Pferdlesreiten" zu versuchen.


Etwas Besonderes steht beim nächsten Sommerfest in zwei Jahren an – Urspring feiert seinen 90. Geburtstag. Wir freuen uns auf die Begegnungen!


Text: Birgit Göhring
Fotos: Bernhard Hüttenrauch, Martin Witzel, Urspringschule

 

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Aufgeschnappt!
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Exkursion
Hofgut Hopfenburg
Mit Lokalisierung auf der Schwäbischen Alb, haben wir an der Urspringschule das Thema „Geopark Schwäbische Alb" fest im Schulcurriculum des Fachs NWT verankert.

Neben den vielen Höhlen ist die Schwäbische Alb auch durch weltbekannte Fundstellen von Fossilien ein Stein gewordenes Geschichtsbuch der Jurazeit. Vulkankrater, einmalige Fossilienvorkommen und sogar ein Meteoritenkrater bilden die über Jahrmillionen entstandene Karstlandschaft. Die ältesten Kunstwerke der Menschheit verbergen sich in den eizeitlichen Höhlen, die im Juli 2018 zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt wurden.
Nach mehreren Auszeichungen seit 2002, darf sich der Geopark seit November 2015 „UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb" nennen.

In Kleingruppen haben die Schüler der Klasse acht die vielen Besonderheiten erarbeitet und auch Themen wie schwäbische Bräuche und Sitten sowie Kulinarische Spezialitäten wurden bearbeitet. Im Rahmen dieser Einheit wurde eine dreitägige Exkursion nach Münsingen zum Hofgut Hopfenburg durchgeführt.

Gestartet wurde mit dem Besuch einer interaktiven Ausstellung zum Thema Biosphärengebiet Schwäbische Alb im Bioshärenzentrum in Münsingen, bei der die Schüler an vielen Stationen ihr bereits angeeignetes Wissen bestätigen und noch Neues dazulernen konnten. Anhand eines begehbaren Luftbilds konnten die Schüler sich einen Überblick über das gesamte Biosphärengebiet verschaffen, ein Blick auf Buchenwälder, die beeindruckenden Täler oder auf die Dörfer und Städte der Kulisse. Auf innovative Art konnten wir das gesamte Biosphärengebiet anschließend ergründen. Neben dem ehemaligen Truppenübungsplatz wurden die Hang- und Schluchtwälder in einem Erlebnis-Exponat anschaulich dargestellt. Die Menschen mit ihren Berufen und der Geopark mit seinem archäologischen Erbe wurden in zahlreichen Filmen und interaktiven Stationen anschaulich gemacht.

Am Abend haben wir dann in einer Grillkota der Hopfenburg gemeinsam gegrillt und bevor die Schüler sich in ihre Tipis zurückgezogen haben, wurde das Bodentrampolin und das zum Spielen einladende Gelände noch ausgiebig genutzt.

Bei einer 15 Kilometer langen Wanderung durch den nahegelegenen ehemaligen Truppenübungsplatz in Münsingen bis nach Greut, haben die Schüler am nächsten Tag die Gelegenheit genutzt und wunderschöne Naturfotos für den ausgeschriebenen Fotowettbewerb geschossen. Abgeschlossen haben wir die Exkursion am letzten Tag mit einer Kanufahrt auf der Donau, bei der wir von Munderkingen nach Öpfingen gepaddelt sind und bei der einige Schüler sich mehr oder weniger freiwillig neben der Flora und Fauna auch die Unterwasserwelt der Donau zu Gemüte geführt haben.

Text: Sabine Lächler

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Mentoratsfahrt
Die Treue der 7 Zwerge
Es waren einmal 7 Zwerge, welche zu Urspring immer wieder für Aufregung sorgten. Nach mehreren Monden beschloss der große Leichtner, die Loyalität der Zwerge zu testen. Er rief alle eines Tages zu sich und verkündete: "Um eure Treue zu beweisen, müsst ihr 5 Prüfungen bestehen: bringt mir eine Phiole gefüllt mit dem Wasser des Lebens, werdet eines Schmuckstückes habhaft, welches nur die Bergleute zu Schwaz herzustellen vermögen, beweist euren Mut auf dem Fluss unter dem Eis, begleicht eine Lehnschuld bei den Kriegerinnen des Steakhauer-Clans und verliert nicht den Kopf in Terfens! Nun geht!" In seiner Güte stellte der Große Leichtner den Zwergen seine talentierteste Magierin, Tabea, zur Seite.

Nachdem die Zwerge den Rat der Magierin gesucht hatten, wo sie sich all diesen Prüfungen stellen sollten, packten sie das Nötigste und fuhren von dannen. Sie passierten Dörfer und Städte, überquerten Flüsse und Täler und ließen schließlich sogar die Grenzen des Reiches hinter sich und erreichten Österreich. Die Unterkunft der Zwerge lag hoch oben am Berg und so bedurfte es des Mutes und der Kraft aller, um den schmalen Weg zur Hütte unbeschadet zu überstehen. An der Seite des Weges sah man einige alte Kutschen, welche vor langer Zeit dort ein jähes Ende genommen zu haben schienen. Selbst die große Magierin geriet bei dieser Aufgabe bereits an Grenzen ihrer Fähigkeiten.

Am zweiten Tage machten die 7 Zwerge sich auf, sich der ersten Prüfung zu stellen. "Wasser zu sammeln kann ja nicht so schwer sein!" meinte einer der Zwerge. Nach kurzer Fahrt kamen sie zu den ... Wasserfällen. Diese waren die größten weit und breit. Die Zwerge hatten solche in Schauspiel noch nie zuvor gesehen und vor lauter Staunen vergaßen sie, warum sie überhaupt gekommen waren. Sie standen da mit offenen Mündern und bestaunten das Spektakel. Die große Magierin Tabea jedoch war zu weit gereist, als dass sie dem Zauber der Wasserfälle verfallen würde. Sie murmelte leise eine Phrase in einer längst vergessenen Sprache und die Zwerge kamen langsam wieder zu Besinnung. Sie füllten die mitgebrachte Phiole und verließen die Wasserfälle.

In derselben Nacht stieß der alte Kutscher Herr Staller zu den Zwergen. Dieser hatte den stärksten Kriegern des Großen Leichtners geholfen, eine uralte und sagenumwobene Prüfung zu bestehen, das Sportabitur!
Am nächsten Tag brachte der alte Kutscher die Zwerge an eine nahe gelegene Flussbiegung, an welcher sie auf die Kriegerinnen des Steakhauer-Clans trafen. Diese standen bereits mit grimmigen Gesichtern und voller Ausrüstung, bestehend aus Schwimmweste und Paddel, bereit und warteten auf ihre Kontrahenten. Ihre Anführerin trat auf die Zwerge zu und spach:" Euer Gebieter hat eine Lehnschuld bei uns! Gelingt es euch, beim Rafting schneller als wir bei der nächsten Flussbiegung zu sein und den Sprung von der Klippe zu überleben, sei die Schuld beglichen!" Die Zwerge fühlten sich eingeschüchtert, nahmen die Herausforderung jedoch an und bestiegen das Boot. Sie hatten zu Beginn einige Mühe, einen guten Rhythmus zu finden, doch sie steckten all ihre Kraft in ihre Aufgabe. Während der Fahrt gingen diverse Zwerge über Bord, doch gemeinsam erreichten sie besagte Flussbiegung und sogar noch mit minimalem Vorsprung vor den Kriegerinnen. Diese waren keineswegs erfreut über den Ausgang und so sprang die erste von ihnen bereits von der Klippe. Die anderen Kriegerinnen folgten und trotz des reißenden Stromes, der Höhe und den Steinen im Wasser nahmen die Zwerge ihren Mut zusammen und sprangen! Trotz ihres Stolzes war der gesamte Clan von dem Zusammenhalt und der gemeinsamen Leistung der Zwerge beeindruckt, sodass sie die Lehnschuld für beglichen erklärten.

Für ihre nächste Aufgabe brachte der alte Kutscher die Zwerge nach Schwaz, eine der größten Silberminen im Mittelalter seiner Zeit. Bevor sie die Mine betreten konnten, wurden sie in seltsame Gewänder gekleidet. Eine Kutsche auf Schienen und ohne Ross brachte die Unternehmung 400m in den Berg. Dort führte sie ein bärtiger, greiser Riese vorbei an Silberadern, an riesigen Wasserrädern unter Tage, welche damals das Grundwasser aus der Mine befördern sollten und sie sahen sogar bewegte Bilder, welche die Arbeit der alten Tage zeigte. Die Zwerge suchten immerzu nach Schmuckstücken, welche sie dem Großen Leichtner mitbringen konnten, jedoch fanden sie solche nirgends in der Mine. So nahm einer der Zwerge, Ferdi, seinen ganzen Mut zusammen und fragte den Bärtigen, ob es hier überhaupt noch Schmuckstücke gäbe. Dieser grinste breit und brachte die Zwerge zurück ans Tageslicht. Dort gelangten sie in eine moderne Schatzkammer, genannt Schauraum, wo unzählige Schmuckstücke, Steine und Figuren gelagert waren. Erleichtert erstanden die Zwerge gleich mehrere Gegenstände und kehrten Schwaz den Rücken.

Der nächste Tag war für einen der Zwerge ein besonderer Tag: es war Tydengan für Raphael! An jenem besonderen Tag feiern die Zwerge den Tag, an welchem sie das erste Mal das fahle Licht der Minen erblickt haben. Dies war natürlich auch Tabea bekannt, welche sich etwas Besonderes ausgedacht hatte: sie benötigte nur etwas Kupfer, rotes Papier und spezielle Karten, dann sprach sie den Zauber "Sommerrodelbahn" für alle Zwerge aus. Dieser versetzte sie in eine Art Trance und die 7 begaben sich auf eine irrsinnig schnelle Fahrt, welche sie hoch und runter, in Kurven und auf lange Schussfahrten führten. Je länger der Zauber dauerte, desto mehr Karten wurden dafür aufgebraucht, da es aber eine willkommene Abwechslung für die Zwerge war, bündelte Tabea immer mehr Energien, bis schließlich alle Karten aufgebraucht waren und die Zwerge strahlend in die Realität zurückkehrten. Dabei mahnte die Magierin die Zwerge zur Eile, da nur noch wenig Zeit war für die verbliebenen Aufgaben.

Für die vorletzte brachte der alte Kutscher die Gemeinschaft an den Fuß des Hintertuxer Gletschers. Dort brachte eine Seilbahn die Zwerge in über 40 Minuten auf eine Höhe von 3125m. Am Gipfel angekommen mussten sie durch knöchelhohen Schnee stapfen, um eine Höhle zu erreichen. Dort erwartete sie eine Welt aus purem Eis! Nur durch Seilen an den Seiten konnten die Zwerge überhaupt ihren Stand halten, um nicht ständig auszurutschen. Sie kamen nur mäßig voran, da bereits nach den ersten Schritten ihr Schuhwerk durchnässt war und sich die Kälte von den Füßen nach oben ausbreitete. Schließlich erreichten sie den unterirdischen Fluss. Auf einem Boot fuhren sie einen schmalen Gang entlang, welcher keine Sicht auf dessen Ende bot. Die engen Gänge, das Eis und die Kälte machten einigen der Zwerge schwer zu schaffen, sodass mancher umkehren wollte, durch die anderen aber überzeugt werden konnte, das Unterfangen zu beenden. So erreichten sie nach gefühlten Stunden wieder unbeschadet das Tageslicht und genossen bei der Abfahrt die Wärme, die langsam wieder in ihre Glieder zurückkehrte. Den erlebnisreichen Tag ließen die Zwerge beim Grillen mit ihren selbst erlegten Würstchen und Fleisch noch ausklingen.

Der Tag des Aufbruchs war gekommen, so verließen die Zwerge ihr Quartier in den Bergen und machten sich auf den Rückweg, wo die letzte Aufgabe noch auf sie wartete. Selbst als sie "das Haus auf dem Kopf" erreichten, erschien ihnen ihre Aufgabe relativ simpel. Als sie jedoch das Haus betraten, in welchem allen auf dem Kopf stand und sogar der Boden schief war, wurde ihnen schwindlig und auch ihre Orientierung spielte ihnen Streiche. So wanderten sie von Raum zu Raum, mit Kutschen an der Decke und Kaminen, die auf dem Kopf standen und versuchten den Ausgang wieder zu finden. Einer nach dem anderen fiel nach einiger Zeit aus dem Haus und sie suchten schnell das Weite und kehrten in ihre Heimat zurück.
Dort sprachen sie beim großen Leichtner vor und dieser war sehr beeindruckt, dass die Zwerge alle Aufgaben lösen konnten und sprach ihnen sein Wohlwollen aus.
Auch die Magierin Tabea hatte ihre Schuldigkeit getan, blieb noch eine Weile bei den Zwergen und machte sich dann wieder auf in ihre Heimat.
Und die Zwerge? Die treiben bereits wieder ihr Unwesen wie vor ihrem Abenteuer!

Text: Matthias Staller
Fotos: Matthias Staller u.a.

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