2017

02.10.2017
Noch wenige freie Schneider-Lehrstellen an der Urspringschule
Urspringschule bietet modeinteressierten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zur Doppelqualifikation. Einstieg in Klasse 8 und 9 möglich.

Wer eine Lehrstelle in seinem Wunschjob sucht, der sollte sich rechtzeitig darum kümmern. Andernfalls kann es passieren, dass er/sie mit leeren Händen dasteht, wenn es an der Zeit ist. Zwar gibt es statistisch gesehen mehr Lehrstellen als Bewerber, aber Lehrstelle ist eben nicht gleich Lehrstelle. Neben der Qualität der Ausbildung und dem Betriebsklima spielt auch die Entfernung zum Wohnort keine unerhebliche Rolle.

Für Jungen und Mädchen mit praktischen, handwerklichen Interessen und Neigungen, die am Gymnasium oder der Realschule die Förderung dieser Fertigkeiten vermissen, gibt es auf der Schwäbischen Alb eine einmalige Chance. Seit 1986 bietet die Urspringschule in Schelklingen die handwerkliche parallel zur schulischen Ausbildung an. Mit der bestandenen Gesellenprüfung erlangen die Mädchen und Jungen eine Doppelqualifikation. Drei Werkstätten bieten diese Option an: Schreinerei, Schneiderei und Feinwerkmechanik. Durch die Verknüpfung von Gymnasium und praktischer Tätigkeit in der Ausbildung erfahren die Jungen und Mädchen, die sich dafür entscheiden, eine ganzheitliche Förderung. Der Einstieg in die Ausbildung ist wahlweise mit Beginn in Klasse 8 oder in Klasse 9 möglich. Der zeitliche Aufwand für die Ausbildung verteilt sich auf mindestens fünfeinhalb bzw. sechs Jahre, je nach Ausbildungsberuf und Leistungsstand. Ein Mehraufwand, der sich lohnt: Der Erfolg der Auszubildenden wird direkt erfahrbar durch die Fertigstellung eines Werkstückes. Wer anschließend an Abitur und Gesellenprüfung ein Studium, beispielsweise in Architektur, Modedesign oder als Ingenieur aufnimmt, erspart sich Praktika und bringt außerdem fundierte Erfahrung und geprüftes Wissen mit – das überzeugt auch in Einstellungsgesprächen.

Aktuell sind an der Urspringschule noch wenige Ausbildungsplätze im Schneiderhandwerk unbesetzt. Schülerinnen und Schüler, die sich für Mode interessieren und gerne nähen, können, sofern sie die siebte oder achte Klasse des Gymnasiums beendet haben, jetzt noch an der Urspringschule in diese doppelte Ausbildung einsteigen. Auch ein Wechsel aus der Realschule ist möglich.

Mit der zusätzlichen Qualifizierung zur Maßschneiderin eröffnen sich den Schülerinnen und Schülern eine ganze Reihe von Möglichkeiten. So berichtet eine ehemalige Gesellin, dass sie nach verschiedenen Praktika in einer Kostümabteilung beim Spielfilm eine Weiterbildung für Kostümbild an der Internationalen Filmschule in Köln absolviert hat. Danach arbeitete sie als Garderobiere und als Kostümbildassistentin für Kino- und Fernsehproduktionen. „Ich hatte einen großen Vorteil durch das Fachwissen anderen Berufseinsteigern gegenüber, habe dadurch oftmals einfacher und bessere Praktika bekommen. Später im Arbeitsleben konnte ich auch feststellen, dass ich oft den besser bezahlten und interessanteren Jobs bekommen habe, beispielsweise ein historisches Filmprojekt, bei dem es viele Anfertigungen gibt", berichtet sie. Auch sei es ihr oft leichter gefallen, die Arbeitsanforderungen zu erfüllen, „da ich diese Basis des Schneiderhandwerks habe und daher einen ganz anderen Zugang zu einem Kleidungsstück mitbringe. Ich war durch meine handwerklichen Ausbildung immer sehr gefragt und besser qualifiziert als viele andere Kollegen in meiner Branche."

Eine andere ehemalige Gesellin entschied sich nach Abitur und Gesellenbrief zu einem Lehramtsstudium an Pädagogischen Hochschule mit der Fächerkombination Deutsch, Alltagskultur & Gesundheit (Nähen und Kochen). Sie schreibt: „Natürlich ist der größte Zugewinn die fachliche Kompetenz, die mir einen enormen Vorteil in den textilen Vorlesungen und Seminaren verschafft hat. Aber auch den Umgang mit Kindern konnte ich gerade auch mit der Zusammenarbeit mit den jüngeren Lehrlingen oder auch mit der Klasse 6 bereits üben, was mir ebenfalls einen Vorteil gegenüber meinen Kommilitonen verschafft hat."

Schülern und Eltern, die an der Doppelqualifikation Gymnasium und Schneiderlehre mit Abschluss Gesellenbrief an der Urspringschule interessiert sind, steht Ausbilderin und Schneidermeisterin Simone Krauß für ein persönliches Beratungsgespräch gern zur Verfügung.
Text verbergen
25.09.2017
Mit Projektwoche ins neue Schuljahr: Methodenwoche an der Urspringschule

Wie üblich begannen Schüler und Lehrer der Urspringschule das neue Schuljahr mit einer Projektwoche. Die stand dieses Mal ganz im Zeichen der Methodenkompetenz. In den Grundschulklassen 3 und 4 sowie der Unterstufe gehörte dazu vor allem das Einüben sozialer Kompetenzen, unter anderem durch Teambildung und die gemeinsame Erkundung der Umgebung. Unter Anleitung von Grundschulleiterin Susanne Knittel dachten sich die Schüler Geschichten aus und bastelten dazu Marionetten. In der Klasse 6 lag ein Schwerpunkt auf der sprachlichen und künstlerischen Schulung, in Klasse 7 auf Sozialtraining, Kommunikation, Gruppen- und Partnerarbeit. Die Schüler der Klasse 8 bauten in gemeinsamer Arbeit das Kleintiergehe um, so dass hier in Kürze wieder Kaninchen und Meerschweinchen einziehen können. Zusammen mit der Klasse 9b statteten sie außerdem dem Ulmer Tierheim einen Besuch ab. Ralf Peßmann, der Leiter des Tierheims, führte die Schüler durch zwei Hundehäuser, ein Katzenhaus mit erwachsenen Katzen und durch mehrere Räume mit Kleintieren, in denen Igel, Kaninchen, Mäuse und Leguane untergebracht sind. Er erklärte den Schülern, weshalb ein Tier ins Tierheim kommt, wer die Pflege bezahlt und wie die Tiere weitervermittelt werden. Hunde und Katzen kommen z.B. ins Tierheim, wenn der Halter zu alt, krank oder gestorben ist, wenn die Besitzer überfordert oder die Tiere vernachlässigt worden sind, oder wenn ein Hund zugebissen hat. Die Schüler erfuhren auch, dass die Polizei einen Schlüssel zum Tierheim hat, so dass jederzeit Tiere eingeliefert werden können. Werden Igel vorbeigebracht, so wird genau festgehalten, wo sie aufgefunden wurden. Sie werden nach der Behandlung im Tierheim wieder an derselben Stelle ausgesetzt, wo man die gefunden hat. Die Schüler konnten so einiges Neues mit nach Hause nehmen und überreichten Herrn Peßmann zum Abschluss eine kleine Geldspende. Instruiert von NWT-Lehrer Reinhard Spadinger fertigten die Schüler der Klasse 9a einen Gartenzaun aus fantasievoll gestalten Holzlatten. Ganz im Zeichen der Berufsvorbereitung stand die Methodenwoche für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10, die im Rahmen der Vorbereitung für ihr BOGY-Praktikum einen Kompetenztest der IHK absolvierten, Berufe erkundeten sowie das Verfassen von Lebensläufen und Bewerbungsschreiben trainierten. Während die Schüler der Klassenstufe 11 den Umgang mit Texten, Grafiken und Tabellen und die Handhabung von Textverarbeitungssystemen und Power Point einübten, stand bei den 12er die Vorbereitung auf das nahende Abitur in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch, Kunst, Sport, Gemeinschaftskunde, Chemie, Biologie und Französisch auf dem Programm.

Aufgelockert wurde die Methodenwoche durch vergnügliche Aktivitäten wie Geländespiele, den Besuch einer Kletterhalle, das Anschauen von Filmen und vieles mehr.

Text verbergen
10.09.2017
Urspringschule startet ins neue Schuljahr
Mit dem traditionellen Anreisesonntag startete die Urspringschule ins neue Schuljahr. Bei Kaffee, Limo und Kuchen sowie live von der Band Times Square vorgetragenen Coversongs tauschten Schüler, Eltern, Lehrer und Mentoren ihre Erinnerungen an die zurückliegenden Ferien aus und besprachen die zum Schuljahresbeginn anstehende Aufgaben. Für viele Internatsschüler waren auch in diesem Jahr die spannendsten Fragen die nach der Zuteilung ihrer Mentorate und der Zusammensetzung ihrer Klassen: Wer ist mit mir auf einem Mentorat? Welche Schülerinnen und Schüler sind mit mir in einer Klasse? Welchen Lehrer habe ich dieses Jahr in Mathe, Deutsch, Chemie, Geschichte etc.

Die Tatsache, dass mit dem Beginn des neuen Schuljahrs viele Menschen erstmals aufeinandertreffen und das gegenseitige Kennenlernen bekanntlich nicht immer reibungslos verläuft, machte Pfarrer Siegfried Fischer zum zentralen Thema des Eröffnungsgottesdienstes am ersten Schultag. Am Beispiel zweier Türme, die man zunächst gar nicht zu Ende bauen bzw. wieder abreißen wollte: des schiefen Turms von Pisa (wegen Einsturzgefahr) und des Pariser Eiffelturms (wegen seiner Hässlichkeit!) –, in die man sich später aber verliebte, zeigte er auf, wie auch wir oft vorschnell über unsere Mitmenschen wegen irgendeines Merkmals den Stab brechen. Ein Urteil über andere, so die Botschaft seiner Predigt, sollten wir uns aber erst dann gestatten, wenn wir uns die Mühe gemacht haben, den ganzen Menschen in all seinen Facetten kennenzulernen.

In seiner Eröffnungsansprache begrüßte Schulleiter Dr. Rainer Wetzler ganz besonders die 45 neuen Schülerinnen und Schüler. Insgesamt besuchen derzeit 205 Schüler die Urspringschule, davon 113 als Internatsschüler, von denen wiederum 27 internationale Schüler sind, die überwiegend aus China kommen. Die Grundschule (Klassen 3 und 4) besuchen aktuell 11 Schüler. Ebenfalls 11 Schüler wechselten in diesem Jahr von der Grundschule ins Gymnasium.

Nachdem Internatsleiter Daniel Leichtner einige wesentliche Spielregeln für das Zusammenleben im Internat erklärt hatte, begleiteten Musiklehrer und Kantor Achill Stein und Schulleiter Wetzler das zum Chor erhobene Publikum bei alten und nicht ganz so alten Liedern (wie u.a. „Komm, Herr, segne uns", Cat Stevens' „Morning Has Broken" sowie Uriah Heeps „Lady in Black") auf Klavier und Gitarre.
Text verbergen
01.08.2017
Ausbildung und Abitur zusammen
Die Schwäbische Zeitung berichtet: 
Die Urspringschule in Schelklingen bietet die Option, parallel zum ganz normalen Gymnasialunterricht auch noch eine Ausbildung zum Schreiner, Feinwerkmechaniker oder Schneider zu absolvieren. Zwei Schülerinnen der Klasse 10a schauten sich im Rahmen des Projekts "Jugend-Handwerk-Zeitung" die Schreinerlehre etwas genauer an. Dazu befragten sie unter anderem einen Lehrling und einen Gesellen.

Zum vollständigen Bericht in der Schwäbischen Zeitung über Kombination von Abitur und Ausbildung an der Urspringschule
Text verbergen
08.07.2017
2. Urspringer Alumnitag: Reise in Vergangenheit – und Zukunft
Eine „Reise in die Vergangenheit – und auch in die Zukunft", nämlich um sie zu gestalten, nannte Dr. Rainer Wetzler, Leiter und Vorstand der Urspringschule, in seiner Begrüßungsrede den zweiten von seiner Schule ausgerichteten Alumnitag. Man brauche „Wurzeln, damit einem Flügel wachsen", fügte er hinzu und erinnerte an Bernhard Hell, der die Urspringschule im April 1930 gegründet hatte. Nun stehe mit der „Erneuerung IV" eine neue Phase der baulichen Entwicklung an, die es finanziell und organisatorisch zu schultern gelte. Musikalisch eröffnet hatten den 2. Urspringer Alumnitag kurz zuvor die Zehntklässlerin Franziska Koch (Gesang) und Musiklehrer Achill Stein (Klavier). Nach dem Schulleiter begrüßte auch Kai Dehning, von Wetzler als das „Gesicht der Alumiarbeit" bezeichnet, die Ehemaligen und wies vor allem auf den schon traditionellen Forellengrill hin, der die Anwesenden auch in diesem Jahr wieder mit gegarten Köstlichkeiten erwarte.
Im Anschluss daran hielt der Alturspringbund (AUB), der Verband ehemaliger Urspring-Schülerinnen und -Schüler, seine diesjährige Mitgliederversammlung ab. Wahleiter und Ausschussmitglied Johannes Allgaier bezeichnete den AUB als einen Bund von Ehemaligen, mit dem diese nach der Absolvierung der Schule die Schule begleiteten und dazu beitrügen, ihren Bestand zu sichern.
Nach der Entlastung des alten erfolgte die Wahl des neuen Vorstands. Zur neuen 1. Vorsitzenden wurde die bisherige kommissarische Vorsitzende Raffaela Kreiser gewählt, die Wahl der 2. Vorsitzenden fiel auf Christina Hackenschuh, die des 3. Vorsitzenden auf Stefan Böss. Alle drei Vorstandsmitglieder wurden ohne Gegenstimme und bei jeweils nur einer Enthaltung gewählt. „Machen wir die 500 voll!", rief die alte und neue Vorsitzende Raffaela Kreiser den Anwesenden mit Blick auf das zuvor von ihr erläuterte Ziel zu, die magische Grenze von 500 Mitgliedern endlich zu knacken. Bereits zuvor hatte die Mitgliederversammlung eine kleine Satzungsänderung verabschiedet. Von der erfolgreichen Beschaffung einer von der Schule dringend benötigten Fräsmaschine konnte Ausschussmitglied Arndt Wegendt berichten. Diese sei durch eine großzügige Spende der Familie Rahjes möglich geworden, zu welcher der AUB den noch fehlenden Restbetrag beigesteuert habe.
Nach dem offiziellen Teil hatten die Gäste Gelegenheit, sich bei Rainer Wetzler und seinen Leitungskollegen Daniel Leichtner (Internat) und Hans-Martin Meth (Wirtschaft und Verwaltung) den Stand des Projekts „Erneuerung IV" zu erkundigen. Wer wollte, konnte es sich bei diversen Getränken, Kaffee, Crêpes und Kuchen in der Mensa, im Klostergarten sowie im BlueChiliCafé gutgehen lassen, mit neuen und alten Urspringern plaudern, die Urspringer Feuerwehr beim Schaueinsatz beobachten oder den eigenen Nachwuchs auf die Wiese vor der Alten Schule begleiten, wo die Kleinen mit Reiten, Torwandschießen und Kunststücken der Zirkusschule Harlekin ein vielseitiges Kinderprogramm erwartete. Der eine oder andere Ehemalige nutze auch die Gelegenheit, sich von Internatsleiter Daniel Leichtner sein früheres Zimmer – oder was daraus geworden war – zeigen zu lassen.
Höhepunkt der Veranstaltung war zweifellos der Gedenkgottesdienst für die seit dem letzten Alumnitag 2015 verstorbenen Mitglieder der Urspringgemeinschaft in der Urspringer Ulrichskirche. Nachdem Pfarrer Siegfried Fischer die Namen der Verstorbenen verlesen hatten, wurden die Anwesenden Zeugen einer ergreifenden musikalischen Darbietung. Ann-Kathrin Roth (Sologesang), Jonas Bartels (Cello), Siegfried Fischer (Text) sowie ein aus Jessica Jakob, Franziska Koch, Raffaela Kreiser, Claudia Schaller-Hieber und Andrea Wetzler bestehender Chor präsentierten unter der Leitung von Kantor und Komponist Achill Stein (Klavier) die kongeniale Vertonung eines Gebets von Sophie Scholl („Wie ein dürrer Sand ist meine Seele"). Im zweiten Teil der Darbietung erwiderten drei Männerstimmen (Jonas Bartels, Jakob Hochbaum und Gabriel Iseli) von der Empore aus den musikalischen Vortrag aus dem Chorraum. Für Irritationen beim Publikum sorgte, als dieses nach dem Abgang der Vortragenden auf abschließende Worte des Pfarrers wartete, die jedoch gar nicht vorgesehen waren. Nachdem Pfarrer Fischer dieses Missverständnis aufgeklärt hatte, entlud sich die allgemeine Spannung in erlösendem Applaus.
Wem am Abend noch zum Schwofen zumute war, der hatte dafür im Saustall (der Urspring eigenen Diskothek) oder am obligatorischen Lagerfeuer Gelegenheit. Auch der schon erwähnte Forellengriff fand reichlich Zuspruch.
Alexander Bahar
Text verbergen
30. Juni 2017
Entlassfeier
Urspring-Abiturienten „aus dem Nest entlassen"
Am Freitag, 30. Juni 2017, feierten die Abiturientinnen und Abiturienten der Urspringschule ihren Abschied. Im Mittelpunkt der Entlassfeier in der Ulrichskirche in Urspring standen die Verleihung der Abiturzeugnisse und die Vergabe von Preisen und Auszeichnungen.

Das Abitur bestanden haben in diesem Jahr 30 Schülerinnen und Schüler der Urspringschule:

Roaba Alkhatib, Nicolas Barber, Luka Bauer, Nii Narku Bergmann, Julie Böss, Finn Eckhardt, Carl Magnus Friede, Tim Geiger, Manuel Geissler, Greta Göller, Arthur Gutmann, Lukas Holtmann, Paul Köpf, Zhuoqun Liu, Gero Rudolf von Massenbach-Bardt, Juri Metzelthin, Jonas Miksch, Fabio Oesterle, Matea Pooch, Anqi Ren, Mara-Francesca Rossi, Jonas Schittig, Paul Schmitt, Martin Schnizer, Lena Schwenk, Silas Steinke, Desirée Walz, Timo Wiedemann, Jasmin Wilkes, Jonas Zwack.

Preise der Geschwister-Gaß-Stiftung für das beste Urspring-Abitur 2017 sowie jeweils mehrere Fachpreise gingen an Julie Böss und Martin Schnizer. Letzterer erhielt darüber hinaus den Abiturpreis der Deutschen Mathematiker-Vereinigung (DMV). Mit dem Scheffelpreis der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe für das beste Deutsch-Abitur sowie einem Fachpreis (Religion) wurde Matea Pooch ausgezeichnet. Weitere Fachpreise gingen an Finn Eckhardt (Sport), Zhuoqun Liu (Mathematik und Mathematik-Vertiefung), Juri Metzelthin (Musik), Anqi Ren (Englisch, Mathematik) und Timo Wiedemann (Englisch, Geschichte, Religion). Urspring-Medaillen erhielten Paul Köpf, Juri Metzelthin und Lena Schwenk.

Nach den einleitenden Worten von Pfarrer Siegfried Fischer begrüßte Schulleiter und Vorstand Dr. Rainer Wetzler die Anwesenden in einer sozialwissenschaftlich geprägten Rede über Gruppendynamiken. Er bezeichnete Urspring als Mikrokosmos, der sich um sich selbst drehe, bis Störer in Gestalt von Schülern dazukämen und das System herausforderten. Im Anschluss daran sprach Siegfried Fischer in seiner Funktion als Lehrer und Kursstufenleiter über die erste Schultüte der Abiturienten und packte ihnen im Verlauf seiner Rede eine letzte Schultüte mit guten Wünschen und allerlei Kompetenzen für das spätere Leben. Passend dazu wurde allen Absolventen eine kleine, mit Süßem gefüllte Schultüte überreicht. In anschließenden kurzen Ansprachen erinnerten die Schülersprecher Jonas Schittig und Emmanuel Welte an die gemeinsame Zeit in Urspring und bedankten sich bei allen Angestellten und den Eltern. Die Elternvertreterin Dr. Christine Schnizer sinnierte in ihrer Rede über die Eigenschaften von Vogelfedern, wovon die eine Art Wärme und schütze, die andere stütze und das Fliegen ermögliche. Dann übergab sie allen Abiturienten symbolisch Federn, auf dass sie aus dem Nest nun in die weite Welt entfleuchen mögen. Schließlich bedankte sie sich im Namen aller Eltern ganz herzlich bei der „besonders engagierten" Urspringgemeinschaft. Konrad Gaß von der Geschwister Gaß-Stiftung schloss seine Rede auf Urspring und die Abiturienten mit den Worten, Letztere sollten Urspring treu bleiben und niemals vergessen, was es ihnen gegeben habe. Nach Gaby Thomäs Rede auf und über die Scheffelpreisträgerin Matea Pooch sprach die Geeehrte anekdotenreich über die gemeinsame Zeit in Urspring und betonte das Wir-Gefühl der Kursstufe, das allen Abiturienten sehr geholfen habe. Mit einem Sektempfang im Klostergarten klang die Feier am späten Nachmittag aus.

Alexander Bahar und Oliver Jung

Fotos: Hüttenrauch

Text verbergen
25.06.2017
„Vom Urspringschüler zum Astronauten” – Infotag der Urspringschule

Am Sonntag, 25. Juni 2017, lädt die Urspringschule zu ihrem zweiten Infotag in diesem Jahr. Eltern und Schüler haben an diesem Tag die Möglichkeit, sich von 10:00 bis 15:00 Uhr in individuellen Gesprächen über das innovative Angebot der Schule (staatlich anerkannte Grundschule, staatlich anerkanntes Gymnasium, Internat und Ganztagsschule, Basketball- internat, Abitur & Gesellenbrief, Spracheninstitut, Reiten sowie Förderung bei Legasthenie und Dyskalkulie u.v.m.) informieren und beraten zu lassen.

Wer danach noch Zeit hat, sollte sich einen ganz besonderen Leckerbissen nicht entgehen lassen. Um 16:00 Uhr wird Klaus-Dietrich Flade, Astronaut und ehemaliger Urspringschüler, unter dem Titel „So nutzt Du Deine Chancen. Vom Urspringschüler zum Astronauten" über seinen schulischen und beruflichen Lebensweg und seine Erfahrungen im Weltraum berichten. Der frühere Testpilot der Bundesluftwaffe war von 1990 bis 1992 Mitglied des ehemaligen deutschen Astronautenteams und flog 1992 während der MIR-92-Mission als erster deutscher Forschungskosmonaut zur russischen Raumstation MIR („Welt + Frieden").

Am 17. März 1992 startete Klaus-Dietrich Flade zusammen mit den russischen Kosmonauten Alexander Viktorenko und Alexander Kaleri an Bord des Raumschiffes Sojus TM-14 zur MIR. Zwei Tage später koppelten sie dort an. Nach dem Umstieg wartete auf Flade ein umfangreiches sechstägiges Forschungsprogramm. Insgesamt 14 materialwissen- schaftliche und biomedizinische Experimente waren bei MIR-92 durchzuführen. Mit dem Raumschiff Sojus TM-13 sowie dessen russischer Crew, Alexander Wolkow und Sergej Krikaljow, landete Flade nach acht Tagen Aufenthalt im All am 25. März 1992 wieder wohlbehalten auf kasachischem Boden.

Nach seinem Raumflug verließ er das deutsche Raumfahrerteam und kehrte als Einsatzpilot zur Bundesluftwaffe zurück. 1995 quittierte Klaus-Dietrich Flade im Range eines Oberstleutnants den Militärdienst. In der Folge flog er als Experimental- und Testpilot für die Bundeswehr, EADS, Airbus und Mitsubishi. Bei Airbus im französischen Toulouse ist Klaus-Dietrich zudem im Operations-Management tätig.

Text verbergen

2015

SWR-Landesschau über Urspringschule Schelklingen - Ski Marke Eigenbau

"Es ist etwas ganz Besonderes, an dem die Schüler der Schelklinger Urspringschule arbeiten. Sie bauen sich jeweils ein Paar Ski. Und zwar nicht aus Aluminium und Glasfaser wie die gekauften, sondern aus Eschenholz, mit Nussbaum und Ahorn. Und sie lassen sich sogar prima fahren."

Reporter: Bernd Schlecker

Zum vollständigen Bericht in der SWR-Landesschau über Ski-Fertigung in Urspring

Text verbergen
Akzeptanz und Toleranz - die Urspringschule startet ins neue Schuljahr.
Mit dem traditionellen Anreisesonntag bei Kaffee, Kuchen und Livemusik von Time Square startete die Urspringschule ins neue Schuljahr. Bei noch sommerlichen Temperaturen tauschten sich Schüler, Eltern, Lehrer und Mentoren im Urspringer Klostergarten zwanglos sowohl über persönliche Eindrücke und Highlights der zurückliegenden Ferien als auch über aktuelle Stundenpläne und anstehende Projekte aus. Für viele Internatsschüler war auch in diesem Jahr die spannendste Frage die nach der Zuteilung der Mentorate: Welche Mitschüler/Mitschülerinnen sind mit mir auf einem Mentorat? Mit wem teile ich das Zimmer? Während diese Frage in den vergangenen Jahren gelegentlich für Tränen und heiße Diskussionen sorgte, blieb es in diesem Jahr ganz entspannt.
Nach dem Eingangsgottesdienst durch Pfarrer Siegfried Fischer, der auch die Verantwortung der Urspringschule in der Flüchtlingsfrage thematisierte, eröffnete Schulleiter Dr. Rainer Wetzler offiziell das neue Schuljahr. Im Zentrum von Gottesdienst und Begrüßung stand der Appell für Akzeptanz und Toleranz. Dr. Wetzler forderte die Schüler auf, darüber nachzudenken, was sowohl die Schule als Ganzes als auch jeder Einzelne zur Bewältigung der Flüchtlingskatastrophe beitragen könne, und sei es auch nur, in Einzelfällen konkret Hilfe zu leisten. Im Anschluss daran wurden die Schülerinnen und Schüler aufgefordert, ihren jeweiligen Geburts- oder Herkunftsort auf einer Weltkarte anzupinnen. Hintergrund ist die zunehmend internationale Ausrichtung der Urspringschule, die auch mit dem neu eröffneten Spracheninstitut unterstrichen wird. So stammen allein 17 der gegenwärtig 121 Internatsschüler aus China. Erstmals wird es in diesem Jahr deshalb ein Mentorat ausschließlich für chinesische Jungen geben. Ebenfalls neu in diesem Schuljahr ist die Option 10+, ein Angebot zur individuellen Entschleunigung und Persönlichkeitsfindung auf dem Weg zum Abitur. Urspring bietet diese Kompetenzklasse vor dem Übergang in die Kursstufe an, Voraussetzung ist die Zugangsberechtigung in Klasse 11.
Text verbergen
„U goes Sky“ – Weltrekordversuch an der Urspringschule.
Am Freitag, dem 20.03.2015 ereignet sich in Süddeutschland bekanntlich zwischen 9:30 Uhr und 10:00 Uhr eine partielle Sonnenfinsternis.

In diesem Rahmen findet an der Urspringschule das Schülerprojekt „U goes Sky“ statt. Ein unbemannter Heliumballon ausgestattet mit einer Videokamera wird um 9:00 Uhr morgens in die Stratosphäre entsandt. Auf seiner Reise werden Bilder per Funk nach Urspring in die Einsatzzentrale übermittelt. Diese Bilder werden dann im Ganztageszentrum gezeigt und Geografielehrer Martin Witzel wird erklären, was darauf zu sehen ist.

Der Ballon soll auf etwa 30-35 km Höhe steigen, dies wäre ein neuer Weltrekord während einer partiellen Sonnenfinsternis. Der Start erfolgt auf dem Urspringer Sportplatz. Jedoch benötigt Urspring die Freigabe der Deutschen Flugsicherung, die nur zeitnah kurz vor dem Start gegeben werden kann. Finden Militäreinsätze oder ähnliches statt, muss der Start verschoben werden. Ein hochspannendes Schulprojekt, wo auch Besucher von außerhalb herzlich eingeladen sind, dem Rekordversuch und der gleichzeitigen Beobachtung der partiellen Sonnenfinsternis beizuwohnen.
Text verbergen
Abitur und Gesellenbrief - Sieben Lehrlinge schließen 2015 erfolgreich ihre Ausbildung ab
Sieben Gesellen aus drei Berufsgruppen haben in Urspring den Beruf parallel zum Gymnasium erlernt und nun erfolgreich die Gesellenprüfung im Winter 2015 absolviert. Wir gratulieren herzlich: Vincent Bott, Jonathan Lingen, Ferdinand Neumann, Lena Rieger, Stephan Schirmacher, Julius Seidl und Cornel Sorg!
Text verbergen
Die Urspringschule bietet erstmals in den Faschingsferien eine „Intensivwoche Abitur 2015“ an.
Das Angebot richtet sich an den Abiturjahr­gang 2015 der Urspringschule, ist aber offen für interessierte Abiturientinnen und Abiturienten in Baden-Württemberg

Programm der Intensivwoche Abitur 2015
  • Mathematik kompakt (12 Einheiten)
  • Englisch in Wort und Schrift (12 Einheiten)
  • Deutsch - rundherum fit (12 Einheiten) Termin: 16.02. - 20.02.2015 Ort: Urspringschule Schelklingen Kosten: 300 €
  • beinhaltet Kurse und Verpflegung; die Leistungen sind modular aufgebaut
  • Eine Zu- und Abwahl einzelner Teile ist möglich Auf Wunsch organisieren wir auch die Übernachtung in unserem idyllischen Ambiente Ihr Ansprechpartner für Anmeldung und Beratung:

StR Matthias Walter
Tel.: 07394 - 246 35
E-Mail: m.walter@urspringschule.de

Schulsekretariat Stefanie Herrmann
Tel.: 07394 - 246 11
E-Mail: herrmann@urspringschule.de

Wir freuen uns auf Sie! 
Text verbergen
Richtfest in Urspring – die neue Reitanlage nimmt langsam aber sicher Gestalt an
An der Urspringschule gehören Pferde schon lange dazu, genauso wie Basketball, Lehre und viele andere tolle Angebote.
Jedoch wurde der Pachtvertrag zum September 2013 vom Grundbesitzer gekündigt und die Urspringer Schüler und Mitarbeiter bauten gemeinsam den alten Stall und Reitplatz ab. Der Reitbetrieb wurde an die Reitanlage an den Lützelberg ausgelagert, fand und findet jedoch unverändert statt.

Nach Grobplanung einer neuen Anlage mit freundlicher Unterstützung durch das Architekturbüro Hartmaier und Partner, Herrn Straub, Münsingen, reichte die Urspringschule im Oktober 2013 den Bauantrag für einen Pfredestall auf eigenem Grundstück, der Obstwiese bei der alten Gärtnerei, ein.
Nach Klärung und Nachbesserung wichtiger Details wurde die Baugenehmigung mit Baufreigabe im April 2014 erteilt. Der komplette Rohbau samt Anschlussarbeiten wurde in Eigenleistung der Haustechnik (164,5 Stunden) mit Unterstützung von Bauunternehmer Hans Auchter aus Justingen bis zu den Sommerferien 2014 erstellt.
Hierbei besonders zu erwähnen, dass uns die Firma Heidelberger Zement, Werk Schelklingen, namentlich zu erwähnen Herr Direktor Kraut, mit der kostenlosen Bereitstellung von ca. 320 Tonnen frisch gebrochenem Kalkschotter aus dem Steinbruch Vohenbronnen massiv unterstützt hat. Notwendig waren diese Mengen an Schotter zur Fundamenterstellung und Baugrubenverfüllung, da die Bodenplatte, um das Gebäude an die bestehende Kanalisation anschließen zu können, teilweise um 1,5 Meter über das natürliche Gelände hinausragte.
Auf diesem Wege herzlichen Dank!
Nach den Sommerferien 2014 wurde die Firma Fritschle aus Uttenweiler beauftragt, ausschließlich den Dachstuhl zu errichten - die nachfolgenden Arbeiten werden dann wieder von Mitarbeitern der Urspringer Werkstätten erledigt. Am Freitag, 24. Oktober erfolgte in nur einem Tag die Errichtung des Dachstuhls durch die Firma Fritschle, unterstützt durch Mitarbeiter der Schule. So konnte die Urspringschule das traditionelle Richtfest mit den Zimmermännern feiern und Schulpfarrer Siegfried Fischer den Segen sprechen. Beabsichtigt ist, nun zunächst den Reitplatz fertigzustellen, dann das Gebäude winterfest zu machen, damit die bereits vertraglich vereinbarte Kooperation mit "Reiten am Schlossberg", Frau Raffaela Kreiser, vollständig umgesetzt werden kann, und der Betrieb vom Lützelberg, wo momentan das Urspringer Reitprogramm hin ausgelagert ist, vollständig in die neu erstellte Anlage der Urspringschule umsiedelt.
Text verbergen
Gesellenlossprechung 2014 und Verabschiedung von Schreinermeister Tino Hübner
Vergangenen Mittwoch fand die Gesellenlossprechung in Urspring statt. Insgesamt wurden 5 Gesellen und eine Gesellin verabschiedet. Wir gratulieren Tabea Konrad, Cosimo Bliss, Jonathan Pachmann, Lukas Ellmer, Lukas Heselhaus und Simon Eckhardt herzlich zu ihrer bestandenen Lehre!

In diesem Rahmen wurde auch Schreinermeister Tino Hübner verabschiedet, der nach 10 Jahren die Urspringschule verlässt, um den Familienbetrieb zu übernehmen. Vielen Dank Tino und viel Erfolg weiterhin!                 
Text verbergen

2014 und älter

Vorankündigung für das große Sommerfest am 26. / 27.07.14
Merken Sie sich diesen Termin schon mal vor! Wir freuen uns darauf! Programm und mehr Details folgen in Kürze!
Text verbergen
Urspring hilft Kindern in Tansania
Urspring hilft Kindern in Tansania – wie in den Jahren zuvor hat die Urspringschule auch 2013 durch Spenden in Höhe von 4023,50 €, beim Ausbau einer Schule im Massailand geholfen. Zahlreiche Schüler und Mitarbeiter haben zur Weihnachtszeit Plätzchen gebacken, in den schulischen Ausbildungswerkstätten Geschenke geschreinert, genäht und gebastelt und anschließend auf dem Weihnachtsmarkt verkauft.

Dazu kamen über das Schuljahr verteilt tolle Events wie der Urspringer Spendenlauf im März, die Tombola an der Abifeier und weitere großzügige Spenden vom Adventsgottesdienst, der Grundschule und den Klassen 9 und 10b!

Schon im Vorfeld wurden die Schüler über Vorträge für das Thema der Entwicklungs-Hilfe sensibilisiert. Anhand von vielen Bildern wurde deutlich gemacht, wie entbehrungsreich und oftmals auch existenzbedrohend das Leben der Massai ist.

Das Leben der Massai
Die Massai sind ein Nomadenvolk, das in der Steppe im Norden Tansanias und im Süden Kenias lebt. Lange lebte dieses stolze und kriegerische Volk unbehelligt von fremden Einflüssen in ihrer traditioneller Art und Weise. Sie sind das einzige Volk, das sich in der kargen Umgebung der Steppe und Savanne durchsetzen konnte. Doch der Lebensraum der Massai verändert sich immer mehr. Klimatische Veränderungen führen dazu, dass die Trockenperioden zwischen den Regenzeiten immer größer werden.

Hilfe, die ankommt
Viele Menschen haben geholfen, dass dieses Projekt realisiert werden konnte. Durch vertrauensvolle Partner vor Ort kann auch sichergestellt werden, dass die Spenden nicht nur ankommen, sondern auch verantwortungsvoll eingesetzt werden. So konnten durch die Spenden der Urspringschule Schulbücher, Schultische und Bänke, Schulkleidung, Baumaterial und nicht zuletzt während der Dürrezeit Nahrungsmittel gekauft werden.

In den kommenden Wochen wird Ursprings Mitarbeiter und Koordinator des Tansania-Projekts Gerhard Zielke sich vor Ort bei den Massai von den Fortschritten der Entwicklungshilfe überzeugen und auch mit anpacken, wo seine Hilfe benötigt wird. Wichtiger Hinweis: Die Projektwoche findet von 10.02. - 14.02.14 statt.
Text verbergen
USA Diary Teil 4: NBA-Legenden und Neujahr
Sonntag 29.12.13: Frei
Sonntags ist traditionell spielfrei beim Arby`s Classic. Zeit für uns, den bisherigen Turnierverlauf zu verarbeiten. Für Dienstag bekommen wir ein Freundschaftsspiel angeboten, was wir dankend annehmen. Schließlich sind wir zum Basketball spielen hier und nicht zum Urlaub machen. Den freien Tag nutzen wir, um nach Johnson City zu fahren und nochmals Kleinigkeiten in der Mall einzukaufen. Im Anschluss daran haben wir Karten für das East Tennessee State Spiel. Eine tolle Gelegenheit für uns, College-Basketball live zu schauen und nicht nur im Hotel vor dem Fernseher. Das Spiel gegen Valparaiso bietet ein bisschen von allem: Dunks, Dreier, spektakuläre Drives zum Korb, Blocks, usw. Am Ende gewinnt East Tennessee deutlich und verdient mit 108:87.
Als nächstes steht ein Programmpunkt an, der sich mittlerweile genauso etabliert hat, wie Colleges besichtigen, Weihnachten feiern oder Einkaufen: Chicken Wings essen bei Hooters. Eine Sportsbar mit sehr leckerem Essen, Unmengen von Fernsehern und sehr zuvorkommenden und attraktiven Bedienungen. Man kann sich hier nur wohl fühlen.
Gesättigt und zufrieden geht es danach zurück ins Holiday Inn und ab ins Bett!

Montag 30.12.13: Training, Halbfinale und Treffen mit einer Basketball-Legende
Montags fahren wir erstmal in die Halle des King`s College um zu trainieren. Zu viele Baustellen wurden in den vergangenen Spielen aufgetan und so nutzten wir den Tag, um an unseren Schwächen zu arbeiten. Nicht umsonst heißt es: Wer rastet, der rostet! Am Abend finden die Halbfinal-Begegnungen statt. Greater Christian Atlanta setzt sich gegen Oak Ridge durch und unser Bezwinger, die Milton Eagles, gewinnen gegen die favorisierte CPA.
Es verspricht also ein spannendes Finale zu werden. Danach geht es noch zu Arby`s, die gerade den Laden schließen wollten, jedoch extra für uns noch mal aufgemacht haben. So etwas gibt es in Deutschland nicht, danke Arby`s!
Im Hotel treffen Nico und ich in der Lobby auf Muggsy Bogues, mit 1.60 m einer der kleinsten NBA-Spieler aller Zeiten. Er ist Coach der United Faith Christian School aus North Carolina und war früher unter anderem bei den Charlotte Hornets als Spieler. Ein richtiges Highlight für uns, sich mit einer NBA-Legende über das Turnier, Besuche in Deutschland, schlechte Schiedsrichter, usw. zu diskutieren.
Dienstag 31.12.13: Happy End und Happy New Year und Heimreise
Um 11.30 Uhr treten wir in der Viking Hall unser letztes Spiel im Jahr 2013 an. Für mich in mehrerer Hinsicht ein richtungweisendes Spiel: Auf diesem Trip haben wir 3 Spiele gewonnen, 3 verloren, beenden wir den Trip mit mehr Siegen als Niederlagen? Wie geht das Team mit der Kritik und dem Frust über das frühe Ausscheidens um? Können wir eine positive Entwicklung verzeichnen und mit Schwung in das neue Jahr starten?
Sullivan South heißt der Gegner, erneut der Typ von Team, mit dem man die vergangenen Wochen so viele Probleme hatte: Klein, schnell, unangenehm.
Wir gehen früh in Führung, können jedoch wieder Mitte des ersten Viertels einen Lauf von Sullivan nicht verhindern und liegen 28:33 zur Halbzeit zurück.
Nach dem Seitenwechsel fangen wir uns jedoch und werden über das gesamte dritte Viertel konstant besser. Insgesamt lassen wir nur 8 Punkte zu und übernehmen mit 47:41 die Führung. Am Ende siegen wir aufgrund einer geschlossenen Teamleistung mit 59:47 und verabschieden uns mit einem für das Team enorm wichtigen Sieg aus dem Turnier und dem Sportjahr 2013. Bester Werfer war erneut Christian Sengfelder mit 16 Punkten, gefolgt von Thomas Grün und Mahir Agva mit 12.
Im Finale am Abend setzt sich Greater Christian Atlanta gegen Milton Eagles mit 63:56 durch und beerbt uns als Champion beim Arby`s Classic 2013. MVP des Turniers wird Isiah Wilkins, Neffe von NBA-Legende und Mega-Dunker Dominique Wilkins. Mit einem Versprechen, nächstes Jahr wieder um den Titel mitzuspielen verabschieden wir uns aus der Viking Hall und von unseren Gastgebern.
Danach noch ein letztes Mal zu Arby`s und dann treten wir auch schon die Heimreise an.
Unsere Minivans werden zum letzten Mal bis unter die Autodecke beladen und schon geht’s los nach Atlanta! Um kurz vor 12 halten wir an um im irgendwo in den Appalachen das Jahr 2014 mit Coladosen aus dem Getränkeautomaten zu begrüßen. Frohes Neues Jahr! Um 4 Uhr morgens kommen wir am Flughafen an. Wieder über verschiedene Routen beginnen die Heimflüge für das Team U1L. Ein intensiver und lehrreicher 14-Tage-Trip geht zu Ende. Wir haben Höhen und Tiefen erlebt und sind als Team zusammengewachsen. Unsere Reiseroute ist Atlanta – Philadelphia – Frankfurt. Frank holt uns hier ab und bringt uns auf der letzten Etappe zurück nach Hause. 30 Stunden später komme ich völlig erschöpft zuhause an. Auch für mich war die Reise sehr anstrengend und lehrreich. 4 Tage haben die Spieler und ich nun frei, bevor der Saisonalltag uns wieder hat. Zeit zum Familie und Freunde zu besuchen und Energie für den Rest der Saison zu tanken!
Text verbergen
USA Diary Teil 3: Weihnachten und Arby`s Classic
Dienstag 24.12.13: Stille Nacht, Heilige Nacht…
Heiligabend weit weg von zuhause und ohne Familie ist etwas sehr ungewohntes, auch für mich, der nun das dritte Weihnachtsfest in Folge fern der Heimat ist. Jedoch ist es in der U1L-Family schon beinahe Tradition und etwas ganz besonderes. Nach einem Besuch in der Mall in Christiansburg, geht es in die Trainingshalle zurück. Zwei Stunden Arbeit stehen noch zwischen uns und dem weihnachtlichen Vergnügungsprogramm.
Im Anschluss gibt es noch eine Führung durch das Basketball- und Footballstadion von Maliks Uni. Immer wieder beeindruckend. Zum Auftakt der weihnachtlichen Festivitäten geht es abends in das „Kabuki“, ein japanisches Restaurant, in dem man direkt am Tisch mit viel Show bekocht wird. Das Essen schmeckt großartig, Spieler und Trainer sind hellauf begeistert. Andreas, vielen Dank für das Weihnachtsgeschenk! Wohlgenährt geht es zurück in die Hotellobby, wo wir mit den Jungs wichteln. Es ist immer wieder lustig, was sie sich einfallen lassen. Von modischen Accessoires über praktische Dinge bis zu künstlicher Gesichtsbehaarung ist alles geboten. Danach wohl das Highlight des Abends: Comedy à la Urspring. Wir teilen das Team in zwei Gruppen, die beide 15 Minuten Zeit haben, einen Sketch vorzubereiten. Dabei werden Lehrer, Trainer und Mitschüler auf den Arm genommen. Besonders Janic brilliert in der schwäbischen Parodie eines Lehrers, zum totlachen.
Ein paar weitere Spiele folgen noch bevor wir auf die Zimmer gehen und friedlich einschlafen.

Mittwoch 25.12.13: Reise nach Bristol, Tennessee
Ausgeruht und ausgeschlafen treten wir nach dem Frühstück die nächste Etappe unserer Reise an: Es geht nach Bristol zum Arby`s Classic! Wir verabschieden uns herzlich von Malik und Petra, auf diesem Wege noch mal vielen Dank für alles!!! Nach knappen zwei Stunden erreichen wir unser Reiseziel, checken im Holiday Inn ein und dann geht’s auch schon in die altehrwürdige Viking Hall, Austragungsort des Turniers, zum Training. Zum Abendessen sind wir von der Baptist Church zum Abendessen eingeladen. Im Hotel lassen wir den Tag mit NBA im Fernsehen ausklingen. Gute Nacht!

Donnerstag 26.12.13: Gameday!
Endlich geht das Turnier los. Wie auch in den vergangenen Jahren eröffnen wir das Turnier mit einem Spiel gegen eins der lokalen Teams. Sullivan East heißt der erste Gegner.
Wir starten gut in die Partie und übernehmen die Führung mit 13:3. Jedoch werden wir dann schon etwas zu sicher und lassen Sullivan zurückkommen, sie übernehmen sogar die Führung bei 21:20. Jedoch ziehen wir dann das Tempo wieder an und angeführt von einem dominanten Christian Sengfelder spielen wir eine 30:22 Führung bis zur Halbzeit raus. Nach dem Seitenwechsel kommt Urspring richtig ins laufen. Das dritte Viertel wird mit 17:6 gewonnen, am Ende steht ein souveräner 66:36 Sieg. Topscorer sind Christian Sengfelder mit 27 und Thomas Grün mit 13 Punkten. Nach dem Spiel gibt es Abendessen im King`s College, danach ab ins Hotel, morgen geht’s weiter!

Freitag 27.12.13: Lehrgeld, Teil 1
Frühstück und Training stehen vormittags auf dem Programm. Danach Mittagessen bei Arby`s, endlich mal wieder gutes Fastfood! Um 16 Uhr geht es dann gegen die Milton High School aus Georgia, ein starker Gegner. Zach Hodskins, der nur eine Hand hat, jedoch ein spektakulärer Basketballer, ist der Star des Teams. Athletisch und abgeklärt präsentiert sich Milton, wir haben aller Hand zu tun, um sie in Griff zu bekommen. Zur Halbzeit liegt Urspring mit 24:27 hinten. Das dritte Viertel gehört dem Gegner. Hodskins läuft heiß und versenkt zwei Dreier in Folge, 46:34 liegt man zu Beginn des letzten Spielabschnittes zurück. Jedoch geben wir nicht auf. Wir kämpfen mit allem was wir haben, Zaire Thompson und Christian Sengfelder führen das Team leidenschaftlich an. Am Ende ist Milton jedoch zu abgeklärt und der amtierende Champion muss sich gegen einen potentiellen Nachfolger mit 65:54 geschlagen geben. Die Enttäuschung ist groß, ein Sieg wäre auch möglich gewesen. Am Ende sind die Urspringer jedoch zu sehr auf Zaire (17 Punkte, 5 Dreier) und Christian (22 Punkte) angewiesen. Nach dem Abendessen am King`s College schaut man sich die Partien des Abends an und geht schlafen.

Samstag 28.12.13: Lehrgeld, Teil 2
Schon um 12 Uhr Mittags ist das nächste Spiel. Gegner ist Tennessee High, der Gastgeber. Wie gut hat mein Team die Niederlage weg gesteckt? Können die anderen Spieler Christian und Zaire offensiv mehr unterstützen? Das sind die Fragen, deren Antworten wohl über den Ausgang des Spiels entscheiden werden. Wir finden gut in die Partie und nützen unsere Größenvorteile aus. Jedoch haben wir Probleme mit der quirligen Offensive der Gastgeber. Mit einer knappen 19:18-Führung geht’s in die Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel entwickelt sich eine dramatische Partie. Tennessee High trifft nun auch von außen, der Korb bleibt für die Urspringer jedoch wie vernagelt. Die Schiedsrichter hängen im vierten Viertel Christian das fünfte Foul an, dazu finden sie immer mehr Schrittfehler, die Nico und ich beim besten Willen nicht erkennen. Am Ende muss man sich 43:47 geschlagen geben. Erneut eine schmerzhafte Niederlage. Beste Werfer waren Christian Sengfelder (13 Punkte), Zaire Thompson und Mahir Agva (je 10 Punkte). Somit sind wir bereits aus dem Turnier ausgeschieden. Nun gilt es die richtigen Schlüsse aus den Niederlagen zu ziehen und sich für den Rest der Saison bereit zu machen. Kopf hoch Jungs!
Text verbergen
USA Diary Teil 2: Basketball, Wiedersehen mit alten Freunden, Tornados und Shopping
Freitag 20.12.13: … und täglich grüßt das Murmeltier.
Vom Ablauf her ändern wir nichts im Vergleich zum Vortag. Nur eine Kleinigkeit: Es muss ein Sieg abends her! Zweiter Gegner ist Smith County. Unsere Jungs treten heute ganz anders auf. Wesentlich aggressiver und aktiver. Besonders gegen unsere Big Men Noah und Christian finden die Gegner kein Mittel und so steht am Ende ein verdienter 55:31 Sieg zu Buche. Topscorer ist erneut Noah Aghas mit 19 Punkten, Christian Sengfelder kommt auf 15 Zähler. Die Freude ist groß über den ersten Sieg und wird erstmal bei Wendys mit leckeren Double und Triple Cheeseburgern gefeiert (ich hoffe Dietmar drückt ein Auge zu). Nach den Halbfinalspielen geht es ab ins Bettchen, morgen geht’s um Platz 5!

Samstag 21.12.13: Tornados im Winter??
Nach dem Frühstück geht es erneut zum Training in die Halle. Viel werfen und taktische Vorbereitungen für das Spiel stehen auf dem Programm. Nach einem Snack und einem kleinen Mittagsschläfchen geht es gegen Decatur um Platz 5. Urspring hat anfangs viele Probleme mit den kleinen und schnellen Gegnern, die sich dazu auch noch als sehr treffsicher erweisen. Erst kurz vor Halbzeit gelingt die erste Führung und man geht bei 21:20 in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel drehen die Klosterschüler jedoch auf. Angeführt von Kapitän Zaire Thompson bauen sie die Führung aus und sind bis Mitte des letzten Spielabschnittes mit 20 vorne. Am Ende siegt Urspring mit 54:38 und wird Fünfter.
Im Finale setzt besiegt CPA den Gastgeber Pope John Paul 2 überdeutlich mit 75:25.
Schon die vergangenen zwei Tage war es ungewöhnlich warm für Mitte Dezember, Die Temperaturen lagen immer zwischen 10 und 18 Grad. Als wir jedoch nach dem Finale gegen ca. 21 Uhr die Halle verlassen hat es 25 Grad und es stürmt! Kaum sind wir in unserem Hotel, gehen die Sirenen los, Tornadowarnung! Und da geht auch draußen plötzlich die Welt unter. Sintflutartige Regenfälle peitschen über das Hotel weg, der Strom fällt aus und immer mehr Sirenen versuchen das Tosen des Sturms zu übertönen…Mit viel Respekt und vielleicht auch etwas Angst beobachten wir das Geschehen. Gott sei Dank kommt es jedoch nicht zu einem Tornado und der Sturm klingt auch bald ab. Erleichtert machen wir Coaches uns auf um auch etwas Kultur zu bekommen, sprich wir stürzen uns in Nashvilles Nachtleben und genießen bei einem kühlen Bier die tollen Live-Bands der Bars.
Um Mitternacht geht es aber schon weiter zum Flughafen, wo Kenneth Ogbe (Abi 2013) auf uns wartet und sich darauf freut, seine Freunde und ehemaligen Teamkollegen nach einem halben Jahr wieder zu sehen. Kenneth spielt mittlerweile für die University of Utah und besucht seinen Bruder Dennis, der in der Nähe von Nashville studiert, über Weihnachten. Die Jungs freuen sich ebenso über das Wiedersehen und so wird die Nacht eher kurz, es gibt viel zu erzählen.

Sonntag 22.12.13: Shopping!
Nach einer Nacht mit wenig Schlaf checken wir aus dem Red Roof Inn aus und machen uns in unseren Minivans auf den Weg nach Osten. Erster Stop ist die University of Tennessee in Knoxville. Wir bekommen eine Führung durch die nagelneuen Trainingsgebäude der dortigen Basketballer und Footballer und kommen aus dem Staunen nicht mehr raus. Unglaublich was für Summen hier in Collegesport investiert wird! Die Trainingsanlagen lassen keinen Wunsch offen, es ist alles vom Feinsten. In die Spielhalle der Basketballer passen 24.000 Zuschauer, in das Footballstadion 108.000!!! Dimensionen, die bei uns im kleinen Deutschland unvorstellbar sind… Nächster Halt Tanger Outlet Mall in Sevierville. Alle großen Marken haben hier ihre Geschäfte Tür an Tür und überbieten sich gegenseitig mit Mega-Discounts. Die Kreditkarten laufen heiß, die Dollars wechseln zuhauf den Besitzer, Konsum!!!!! Jedoch wird die Platzsituation in unseren Mietwägen dadurch auch nicht besser und die Jungs dürfen ordentlich kuscheln. Nach dem Shopping Wahnsinn kehren wir erstmal in der „güldenen Koralle“ ein, wo sich alle mit Steaks, Wings und dem legendären Bananendessert stärken können. Danach ab ins Hotel und Gute Nacht!!

Montag 23.12.13: Wiedersehen mit Malik
Nachdem Frühstück und Check-out besteigen wir unsere tiefer gelegten, voll ausgelasteten Minivans. 220 Meilen stehen auf dem Plan bis wir Virginia Tech in Blacksburg, die neue Heimat von Malik Müller, erreichen. Dort angekommen gibt es das nächste große Wiedersehen mit dem ehemaligen Urspringer. Nach einem kurzen Rundgang in den beeindruckenden Trainingseinrichtungen dürfen wir dort auch gleich trainieren, eine tolle Erfahrung! Abends chillt das Team mit Malik in seinen Dorms, während die Coaches Ausgang bekommen und sich im Outback Steakhouse mal etwas gönnen. Mahlzeit! Übrigens: Nachdem Ralphs Koffer tatsächlich nicht mehr aufgetaucht ist, wollte er bewusst nur mit Handgepäck fliegen… Dies war jedoch zu groß und musste eingecheckt werden. Und kam erneut nicht!!! Mittlerweile ist es jedoch eingetroffen und Ralph hat wieder Unterhosen zum wechseln… An dieser Stelle möchte ich ein paar Weihnachtsgrüße loswerden: Ich wünsche der ganzen U1L-Basketball Familie ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest! Besondere Grüße an Maxi Eisele, der aufgrund seiner schweren Verletzung jetzt nicht mit uns hier sein kann!
Text verbergen
US Diary Teil 1: Alle Wege führen nach Nashville…
Ursprings Trainer Michael Spöcker bloggt während des US-Trips von Team Urspring
Dienstag 17.12.13, die Reise beginnt!
Allmendingen, Schwabeländle, Deutschland 5.00 Uhr morgens, die Reise beginnt. 8.20 Uhr geht der Flug von Stuttgart nach Zürich, 10.15 Uhr von Zürich nach Philadelphia. Laut Flugplan geht es hier um 16.10 Uhr weiter nach Atlanta… aber dazu später mehr. Ralph, Janic, Chris, Lars und Eric sind bereits auf der Reise. Die erste SMS von Ralph gibt uns ein Update: Ralphs Koffer schaffte es nicht nach Atlanta, Janic und Eric hängen in New York fest, das fängt ja gut an.
Die Reiseleiter Michael und Dr. Mota führen den zweiten Teil der Gruppe an: Zaire, Thomas, Sven, Lukas, Christopher und Noah. Ohne Zwischenfälle erreichen wir Philadelphia. 2 Stunden Zeit für Zoll, Einreise, etc. sollte ja locker reichen… Ach ja? Nein ;) Aufgrund von Computerproblemen legen die Zollbeamten plötzlich die Arbeit nieder, stark! So schmilzt unser Zeitpuffer um eine Stunde. Eine Stunde um das Gate für den Flug nach Atlanta zu erreichen sollte ja locker reichen… Ach ja? Nein!!! Ein augeklügelter Kopf hat gedacht es wäre clever, Reisende aus vier Richtungen durch einen (den gefühlt 100.) Sicherheitscheck zu lotsen… Ja! Clever!
Somit wird aus der Stunde knackige 5 Minuten um das Gate zu erreichen… Punkt 16.10 Uhr treffen wir 8 müde Reisende nach einem rekordverdächtigen Sprint dort ein… and the plane is gone! Schade!!! Da wir die vergangenen 2 Stunden mit Anstehen in diversen Schlangen verbracht hatten, ging es nun an den Kundenservice-Schalter diese deutsche Tugend weiter zu verfeinern… Der Lichtblick an diesem Nachmittag ist jedoch Jadine, eine sehr kompetente und freundliche Flughafenmitarbeiterin, die es tatsächlich schafft, uns alle schon um 18.00 Uhr in den nächsten Flieger nach Atlanta zu stecken. THX Jadine!
Nach weiteren 2,5 Stunden Flug nun endlich Atlanta. Jetzt nur noch unsere Minivans holen und schlappe 4 Stündchen geradeaus nach Nashville!

Mittwoch 18.12.13, Welcome to Nashville
Nashville, Tennessee, USA 01:45 Uhr morgens, 27 Stunden nach Reisebeginn trifft eine müde aber zufriedene U1L-Crew im Red Roof Inn Nashville ein! Ralph und Co. Sind auch bereits da und schlafen friedlich. Gute Nacht! Nach einer kurzen Nacht gibt es erst mal bei Shoneys „All u can eat“ Frühstücksbuffet. Selbstverständlich nur gesunde, ausgewogene amerikanische Küche: Rührei, Speck, Würstchen, French Toast, Grütze, Biscuits usw. Mittags das erste Training in der Halle der Pope John Paul 2nd School, wo das erste Turnier statt finden wird. Alles ist noch ein bisschen rostig, aber kein Wunder, nach der Reise! Der Rest des Tages wird zum Erholen und Kraft tanken genutzt. Morgen dann schon das erste Spiel, Let`s go U 1 L!

Donnerstag 19.12.13, Aller Anfang ist schwer…
Morgens ein kleines Shootaround, danach zum Chinesen essen, ein kleines Mittagsschläfchen, dann geht es auch schon in die Halle zum ersten Spiel. Der Gegner heißt Aaron Academy, ein Team aus der Nashville Region. Urspring fängt gut an und geht in Führung. Bis zur Halbzeit kann man eine 32:27 Führung herausspielen. Aaron kommt jedoch konzentrierter aus der Kabine. Die Urspringer geben langsam die Führung ab und müssen im letzten Viertel einem Rückstand hinterher laufen. Am Ende sind noch 5 Sekunden auf der Uhr, es steht 50:53. Einwurf Thompson zu Grün, Grün verwirft. Das Spiel ist aus.
Die Enttäuschung ist erstmal groß. Die Jungs haben die Intensität des Gegners und deren Kampfwillen unterschätzt, dazu kommen dann noch Spielregeln, die in den USA anders ausgelegt werden und schon verliert man gegen einen schlagbaren Gegner. Jetzt müssen die Jungs und ich die richtigen Schlüsse aus dieser Niederlage ziehen und morgen gestärkt zurück kommen. Topscorer war Noah Aghas mit 13 Punkten. Abends geht es zur Stärkung zu Buffalo Wild Wings. Chicken Wings, Burgers, French Fries und so viele Fernseher, dass man nicht weiss wo man hinschauen soll.
Danach fällt man tot ins Bett. Gute Nacht!
Text verbergen
3. Urspringer Berufsinformationstag war ein voller Erfolg
Am 23.11.13 fand im Urspringer Ganztageszentrum bereits zum 3. Mal ein Berufsinformationstag statt. Unter dem Motto „Projekt Zukunft“ hatten sich insgesamt 20 Referenten aus verschiedenen Betätigungsfeldern eingefunden, um in Vorträgen oder Einzelgesprächen Schüler der Klassen 9-12 zu informieren. Folgende Bereiche stellten sich vor: Architektur, Polizei, Projektmanagement, Pädagogik, Wirtschaft, Technik, Medien, Touristik, Au Pair, Medizin und Management. Nach der Begrüßung durch Schulleiterin Ingrid Sund vor ca. 100 interessierten Zuhörern eröffnete Rolf Katzek, Berater für Akademische Berufe der Agentur für Arbeit Ulm, die Vortragsreihe. Die Schüler konnten sich aus einer Fülle von Kurzvorträgen ein individuelles Paket schnüren. Im Anschluss gab es die Möglichkeit zu Einzelberatungen.

Interview mit Dunja Hebestreit, Lehrerin an der Urspringschule und Organisatorin und Koordinatorin des Berufsinformationstags.

InForm: Frau Hebestreit, zum 3. Mal findet der Berufsinformationstag nun in Urspring statt. Sind Sie mit der Entwicklung zufrieden?

Hebestreit: Ich bin sogar sehr zufrieden! Im Vergleich zum vergangenen Jahr ist es uns gelungen, individueller auf Schülerwünsche bezüglich der Studien- und Berufsfelder einzugehen. Wir haben bereits im Frühjahr hierzu Umfragen in den Klassen durchgeführt und fast alle Wünsche nun erfüllen können! Dazu haben wir die Zahl der Referenten von 12 auf 20 steigern können, was ebenfalls großartig ist.
InForm: Bei so vielen interessanten Referenten hat man ja beinahe schon die „Qual der Wahl“. Welche fanden Sie besonders ansprechend?

Hebestreit: Natürlich haben alle Beteiligten sich professionell präsentiert. Jedoch hatten wir in diesem Jahr zum ersten Mal einen individuellen Berater der Agentur für Arbeit dabei und auch Studienbotschafter vom Wissenschaftsministerium, was die Möglichkeiten der individuellen Beratung nochmals erweitert hat. Erstmals dabei waren außerdem ein Berater der Polizei sowie ein Referent für Au Pair Programme in den USA.
InForm: Wie haben die Schülerinnen und Schüler das Angebot angenommen?

Hebestreit: Alle Vorträge waren gut besucht und die Schüler nutzten das breit gefächerte Angebot. Viele Schüler kamen auf mich zu und bedankten sich für diese Möglichkeit der Berufsorientierung. Die Referenten waren übrigens auch sehr zufrieden und lobten die gute Organisation der Veranstaltung. Es hat uns sehr gefreut, dass sich auch dieses Jahr zahlreiche Eltern bereit erklärt haben, einen Vortrag über ihr Berufsfeld zu halten. Ich möchte die Gelegenheit nutzen und noch einmal allen Eltern danken, dass sie Ihre freie Zeit, ihre Erfahrung und Kompetenz den Schülern der Urspringschule zur Verfügung gestellt haben:
Herr Dr. med. dent. Abb (Zahnmedizin), Herr Dr. med. Bezold (Humanmedizin), Herr Koch(Technische Berufe), Herr Schirmacher (Touristikfachwirt, Reiseverkehrskauffrau/-mann) und Frau Dipl. Ing (FH) Wolf (Architektur und Projektmanagement)
Text verbergen
Urspringer vertreten Deutschland in Shanghai beim 1. internationalen „KFC 3x3“ Turnier.
Vergangene Woche ging es für Trainer Michael Spöcker und seine Spieler Thomas Grün, Sven Jeuschede, Noah Aghas und Tobias Heintzen für fünf Tage nach China. Grund für die Reise war eine Einladung zum 1. internationalen Streetball Turnier der Fastfood-Kette „Kentucky Fried Chicken“.

12 Teams aus 9 Ländern nahmen teil, darunter außer China und Deutschland die USA, Litauen, Australien, Malaysia, Indonesien, Taiwan und Indien. Schon bei der Ankunft am Donnerstag am Shanghaier Flughafen wurde klar: Dies ist eine Stadt der Superlative. Eine Stunde dauerte die Fahrt bis zum Hotel, zahllose Hochhäuser säumten die Straße und in der Ferne konnte man bereits die riesige Skyline der Innenstadt sehen.

Nach dem Check-in und Mittagessen im Hotel zog es das Urspringer Team sofort in die Innenstadt. Am „Bund“, die Promenadenstraße entlang dem Huangpo-Fluss, stieg man aus dem Taxi und war erstmal sprachlos angesichts der zahllosen Wolkenkratzer. Hier bekam man den ersten richtigen Eindruck der 18 Millionen Einwohner Metropole. Am Freitag gab es das erste Training auf dem „Center-Court“. 3 gegen 3 wird mit kleineren Bällen gespielt, etwas ungewohnt für die Jungs, es bedarf einigen Würfen zur Eingewöhnung. Am Samstag war es endlich soweit. Das Turnier begann mit der Gruppenphase. Schon bei der Auslosung wurde klar: Die Urspringer haben ein schweres Los erwischt. „China 1“, „China 2“ und das litauische Team waren die Gegner.

Im ersten Spiel gegen „China 1“ hat man keine Chance. 18:11 lautete das Ergebnis, die chinesischen Profis waren eine Nummer zu groß für die Urspringschüler. Der zweite Gegner war „China 2“, ein Team, das ebenfalls aus Profis bestand. Jedoch entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Besonders Thomas Grün wusste zu überzeugen. trotzdem musste man sich am Ende knapp mit 21:18 geschlagen.

Im letzten Gruppenspiel gegen die Litauer ging es um das Erreichen des Viertelfinales. Leider waren auch die Litauer eine Spur zu abgezockt für die Klostertruppe und man musste sich 17:10 geschlagen geben. Somit war das Turnier frühzeitig für die Vertreter aus Deutschland vorbei. Im Finale setzte sich „China 1“ knapp mit 19:18 gegen die Australier durch. Der letzte Tag wurde mit dem Einkaufen von Souvenirs, leckerem chinesischen Essen und jede Menge „Sightseeing“ verbracht.

Eine großartige Erfahrung für die Jungs und ihren Betreuer, in einer Stadt, die wohl eine der aufregendsten der Welt ist.
Text verbergen
Wir gratulieren unserer Grundschullehrerin Karolin Kurz zum Vizeweltmeistertitel in Karate! Toll gemacht!
Interview mit Karolin Kurz, seit diesem Schuljahr Mentorin und Grundschullehrerin in Urspring. Frau Kurz wurde im September gemeinsam mit ihren beiden Schwestern Vizeweltmeisterin in der Sportart Karate in Südafrika.

Erstmal herzlichen Glückwunsch zum Gewinn der Vizeweltmeisterschaft! Was ist das für ein Gefühl?

Kurz: Dankeschön! Jedoch muss ich zugeben, dass es im ersten Moment enttäuschend war, da es uns nicht gelungen ist, den Titel zu verteidigen. Dazu war es eine knappe Niederlage gegen Tschechien, die wir auch bereits in anderen Wettkämpfen besiegt hatten. Objektiv betrachtet ist es natürlich ein großartiger Erfolg und wir sind sehr stolz darauf.

Wie läuft so eine Karate-WM ab?

Kurz: In Südafrika nahmen insgesamt 32 Nationen in vier verschiedenen Disziplinen teil. Meine beiden Schwestern und ich treten gemeinsam in der Disziplin „Kata-Team“ an, eine Art Showkampf, in dem man eine festgelegte Kür von Karatetechniken synchron vorführt. Anschließend zeigt man die Anwendung der Techniken mit echten Treffern und harten Würfen, was einem realistischen Kampf gleicht. Die Kampfrichter entscheidet dann, welches der beiden Teams gewinnt.
Von Beginn an findet der Wettkampf nach dem KO-System statt, insgesamt sind es 4 Begegnungen bis zum Finale, natürlich nur, wenn man jede Begegnung gewinnt.

Sie haben bereits erwähnt, dass die Titelverteidigung leider nicht gelang. Was waren bisher Ihre größten Erfolge?

Kurz: Der bisher größte Erfolg war wohl der Weltmeistertitel 2010 in Portugal. 2009 gewannen wir die Europameisterschaft. Bei der EM 2013 in Österreich wurden wir nur Zweiter, weil uns der Titel aufgrund einer neuen internationalen Regel aberkannt wurde. Es fehlte uns genau eine Verbeugung zum Europameistertitel (wer mehr dazu wissen will: www.sankaku-meimsheim.de). Das war sehr ärgerlich.

Die Weltmeisterschaft fand dieses Jahr in Südafrika statt. Wie haben Sie das Land erlebt?

Kurz: Wenn man auf solchen Meisterschaften ist, hat man leider nur wenig Zeit, das Land und die Menschen dort kennenzulernen. Wir waren kurz auf dem Tafelberg und waren eine Stunde in einem Shopping Center, also viel gesehen haben wir leider nicht. Jedoch waren die Südafrikaner sehr hilfsbereit und freundlich uns gegenüber. Was sofort auffiel war der große Unterschied zwischen arm und reich und dass die beiden Gegensätze sehr eng beieinander liegen. Wir sind einmal an einem Golfplatz vorbeigekommen, der direkt neben einer Wellblechhütten-Siedlung war.

Nun sind Sie seit dem Schuljahresbeginn Mentorin und Lehrerin in Urspring. Wie gefällt Ihnen Ihr neuer Beruf bisher?
Kurz: Mir gefällt es sehr gut! Ich fühle mich in Urspring wohl und es ist ganz anders, als an einer staatlichen Schule zu arbeiten. Man kann viel mehr auf den einzelnen Schüler eingehen und ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Dazu wurde ich sehr herzlich in der Urspring Gemeinde aufgenommen.

Vielen Dank für das nette Gespräch Frau Kurz!                
Text verbergen
Menü schließen